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    Nach übler Beschimpfung: Polizei ermittelt gegen Merkel-Demonstrantin

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    Die Polizei ermittelt gegen die Frau, die Bundeskanzlerin Angela Merkel bei ihrem Besuch in der sächsischen Stadt Heidenau beleidigt hat, wie die Zeitung „Bild“ am Freitag unter Berufung auf die Lokalpolizei berichtet.

    Am 21. August hatten Demonstranten im sächsischen Heidenau gegen den Einzug der ersten Bewohner in ein Asylbewerberheim protestiert. Sie hatten vor dem ehemaligen Baumarkt Blockaden errichtet und Polizisten angegriffen. In der Nacht zum Sonntag war es zu weiteren Ausschreitungen gekommen. Bei den Zusammenstößen wurden 30 Polizisten verletzt.

    Derzeit gilt in der Stadt das Versammlungsverbot, was mit der Absicht seitens der Rechtsextremen zusammenhängt, weiter zu demonstrieren. Offiziell wurde es mit einem polizeilichen Notstand, also mit der Überforderung der Polizei begründet.

    Am 26. August hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel die Unterkunft besucht. Dabei war sie von etwa 400 Demonstranten ausgebuht und beschimpft worden.

    „Wir kennen das Video und haben ein Strafverfahren wegen Beleidigung eingeleitet“, sagte Polizeisprecher Thomas Geithner gegenüber „Bild“.

    Die Polizei ermittelt gegen eine Frau, die an der Demonstration beteiligt war. Nach Bild-Informationen ist auf dem Video zu sehen, dass sie rote Haare hat, eine Sonnenbrille trägt und ein Schild mit der Aufschrift „Volksverräterin” trägt. Es sei zudem zu hören, dass sie Merkel übel beschimpft.

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    Tags:
    Migranten, Rechtsextremismus, Bild-Zeitung, Angela Merkel, Deutschland, Heidenau