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15:42 22 Oktober 2019
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    Norwegische Bank beleidigt Juden mit antisemitischem Bild auf Kreditkarte

    © Sputnik / Ruslan Krivobok
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    Die renommierte norwegische Bank DNB hat eine Plastikkarte herausgegeben, auf der ein lächelnder Jude vor dem Hintergrund von Goldmünzen abgebildet ist. Das teilt „The Jerusalem Post“ mit.

    Das Bild auf der Karte sorgte bei der Stiftung Alelu, die sich für die Erhaltung eines positiven Israel-Images in der Welt stark macht, für Empörung. Der Bank wurde Antisemitismus vorgeworfen.

    Nachdem die Stiftung von der Herausgabe der Karte erfahren hatte, rief ein Alelu-Vertreter die norwegische Bank an und bat um eine Erklärung. Kurze Zeit später teilten die Mitarbeiter der Finanzorganisation mit, dass das Bild für die Kreditkarte von einem Kunden der Bank konzipiert worden sei.

    Für gewöhnlich schaue die DNB sehr aufmerksam, welche Bilder die Kunden für ihre Karten wählen, allerdings habe das Prüfsystem diesmal versagt, sagte man bei der Bank.

    „Wir bedauern den Vorfall aufs Tiefste. Diese Karte hätte nie geprägt werden dürfen“, heißt es in einer DNB-Mitteilung. Ferner wurde betont, dass die Karte gesperrt werde und der Kunde eine neue Kreditkarte mit einem neutralen Bild bekommen solle.

    Einige große Banken bieten ihren Kunden die Möglichkeit, Karten mit persönlicher Gestaltung herauszugeben. Generell gilt dabei die Regel, dass man auf der Karte jedes Bild haben kann, das dem Gesetz nicht widerspricht. Hakenkreuze oder beliebige beleidigende Bilder sind in der Regel nicht zugelassen.

    Im August 2014 hatte die Mode-Kette Zara Kinderpullover aus dem Verkauf genommen, weil das Streifen-Muster und der gelbe Sechszackenstern an der Brust die Käufer an die KZ-Roben denken ließen. Das Bekleidungsstück wurde in der Türkei angefertigt und über Zara-Onlineshops in Israel, Ägypten, Dänemark, Albanien und Schweden vermarktet.

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    Tags:
    Juden, Mode-Kette Zara, Bank DNB, Stiftung Alelu, Norwegen