23:24 23 August 2017
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    Ein Drohnen-Pilot

    Wird „Drohnen-Pilot“ bald offizieller Beruf in Russland?

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    Schon bald könnte der Beruf „Drohnen-Pilot“ gesetzlich verankert werden – um einen Flugschein zu bekommen, muss – wie in einer Fahrschule – eine Prüfung bei einem Fluglehrer abgelegt werden, wie der Sprecher der regierungsnahen Agentur für strategische Initiativen (ASI), Dmitri Peskow, in einem Gespräch mit der Tageszeitung „Iswestija" erkärte.

    ASI habe kürzlich vorgeschlagen einige Änderungen in den russischen Rechtsvorschriften vorzunehmen, um den Beruf eines Drohnen-Piloten gesetzlich zu verankern.

    Eine solche Branche wäre auch wirtschaftlich vorteilhaft, beteuert Peskow, denn Beförderung von wichtigen Lasten mithilfe einer Drohne könnte Ressourcen einsparen helfen, betonte er. Dies könnten zum Beispiel Medikamente sein, die operativ in schwer zugängliche Ortschaften geliefert werden müssen.

    „Wir glauben, dass die Beschaffungslogistik in der ganzen Welt in den nächsten 20 Jahren nach und nach in die Luft steigen wird. Viele Länder beginnen schon jetzt, diese,Spielzeuge’ – Drohnen – bei schwierigen Aufgaben zu verwenden. Zum Beispiel bei der Lieferung von Post und Medikamenten“, beteuerte Peskow.

    Ein Beispiel sei der Marktführer des Handels im Internet, Amazon, der vor kurzem angekündigt hatte, ab 2020 alle seine Güter via Drohnen zu transportieren.

    Um professioneller Drohnen-Pilot zu werden, müsse, wie beim Führerschein, eine Prüfung mit Fluglehrer abgelegt und ein Flugschein gemacht werden. Für 2016 sei bereits die Eröffnung einer Drohnen-Flugschule in Moskau geplant, erwähnte er.

    Zuvor hatte die Regierung einen entsprechenden Gesetzentwurf in die Staatsduma (russisches Unterhaus) eingebracht. Laut dieser Novelle wird eine Drohne, die unter 115 Kilogramm wiegt, de jure nicht als Luftfahrzeug angesehen und benötigt deshalb kein Lufttüchtigkeitszeugnis.

    Am 3. September wurde berichtet, dass in der russischen Stadt Rybinsk erstmals die Produktion von unbemannten Flugzeugen in Massenfertigung aufgenommen wurde. Vom Fließband kommen Mittelklasse-Drohnen des Typs „Korsar“, die eine Fläche von 50 Quadratkilometern überbewachen können.

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    Tags:
    Drohne, Agentur für strategische Initiativen (ASI), Dmitri Peskow, Russland
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