21:42 21 August 2017
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    Poliomyelitis-Fälle in Ukraine: Die meisten Kinder nicht geimpft

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    Zur Vorbeugung der Ausbreitung von Poliomyelitis in der Ukraine hat das Gesundheitsministerium des Landes einen Krisenstab gebildet, dem Experten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und des Kinderhilfswerks der Uno (UNICEF) angehören.

    Wie der ukrainische Gesundheitsminister Alexander Kwitaschwili am Dienstag sagte, sind in Transkarpatien (Westukraine) zwei  Poliomyelitis-Fälle registriert worden. Die beiden erkrankten Kinder waren zuvor nicht gegen die Polioinfektion geimpft worden.

    Der Gesundheitsminister versprach, in der nächsten Woche verschiedene Regionen des Landes mit Vakzinen zu versorgen.

    „Es wurde beschlossen, einen Operativstab zum Reagieren und zur Bekämpfung der Seuche einzusetzen. Mitglieder der internationalen Organisationen WHO und UNICEF sind in den Stab eingeladen“, teilt der Pressedienst des ukrainischen Gesundheitsministeriums am Donnerstag mit. Dem Ministerium zufolge hat ein beauftragtes WHO-Labor den Ausbruch von Poliomyelitis in Transkarpatien bestätigt.

    Das Gesundheitsministerium verweist darauf, dass die nicht geimpften Kinder von der Ausbreitung des Poliovirus in der Ukraine bedroht sind, weshalb die Seuchenkontrolle landesweit zu verschärfen sei.

    Nach Angaben des Ministeriums wurden im Vorjahr 49 Prozent der Kinder und im ersten Halbjahr 2015 nur noch 14,1 Prozent gegen Polio geimpft.

    Das Ministerium unterstreicht, dass in der Ukraine notwendige Impfstoffe vorhanden sind. Die kanadische Regierung habe mit Unterstützung der UNICEF  3,7 Millionen Vakzin-Dosen für die Ukraine gekauft. Die erste Lieferung von Impfstoffen sei bereits eingetroffen und die nächste Lieferung sei demnächst zu erwarten, so das Gesundheitsministerium.

    Tags:
    Gesundheit, Kinder, Uno, WHO, Ukraine
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