15:19 04 April 2020
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    Ein ehemaliger russischer Geheimagent sieht Anzeichen eines beginnenden Informationskrieges gegen China. Das Ziel sei es, die EU von der aufstrebenden Großmacht abzuschrecken, glaubt Andrej Besrukow, der 20 Jahre lang unter dem Decknamen Donald Heathfield einen russischen Spionagering in den USA geleitet hatte.

    Die Atomwaffen halten die Großmächte von direkter bewaffneter Konfrontation ab. Deshalb werde zu anderen Mitteln gegriffen: Informations- und Wirtschaftsdruck, Kampf in Drittländern, Schüren von  Nationalkonflikten, urteilte Besrukow, der vor fünf Jahren in die Heimat zurückgekehrt war, in einem Interview für das russische Fernsehen.

    „Der Krieg beginnt schon“, so der Ex-Agent. „Der Krieg, der bis jetzt gegen Russland geführt wurde, beginnt nun auch gegen China. Ich denke, diese ganze Propaganda bezüglich des Börsencrashs in China, folgt genau demselben Modell wie die Propaganda gegen uns.“ Das Ziel sei es, Europa und andere Regionen von China abzuschrecken und zu zeigen, dass China ein instabiles Land mit abschwächender Wirtschaft sei und sich nicht als Partner tauge, „was natürlich nicht stimmt“.

    Besrukow war 2010 aufgeflogen und mit anderen mutmaßlichen Geheimdienstlern, darunter auch als „Agentin 00Sex“ und „Bond-Girl“ bekannter Anna Chapman, in Wien gegen in Russland inhaftierte US-Spione ausgetauscht worden. Jetzt hat Besrukow ein Buch herausgegeben, in dem er skizziert, wie die Welt 2020 aussehen wird.

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    Tags:
    Propaganda, Spionage, EU, USA, Russland, China, Wien