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12:09 20 August 2019
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    Emoji im Apple-Operationssystem

    Russische Justiz ermittelt gegen Apple wegen Verdachts von Homopropaganda

    © Foto : Screenshot / Apple
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    Die Justizbehörde im russischen Gebiet Kirow hat ein Ermittlungsverfahren gegen den Elektronikkonzern Apple wegen Verdachts von Homopropaganda eingeleitet, wie der Jurist Jaroslaw Michailow am Donnerstag auf seiner Facebook-Seite mitteilte.

    Die Justiz bemängelt mehrere Smileys (Emoji) im Apple-Operationssystem. Diese Bilder stellten Propaganda nicht traditioneller sexueller Beziehungen unter Jugendlichen dar, was in Russland unter Strafe stehe, hieß es. Emoji-Screenshots werden demnächst vom Büro gerichtlicher Expertisen geprüft.

    Sollten die Emoji als „für Kinder gesundheitsschädlich“ eingestuft werden, droht Apple eine Geldbuße von bis zu einer Million Rubel (rund 13.500 Euro) oder gar die Einstellung der Tätigkeit auf dem Territorium Russlands.

    Der St. Petersburger Parlamentarier Witali Milonow hatte bereits im vergangenen April Apple einen Verstoß gegen das russische Anti-Homo-Gesetz vorgeworfen. Einige Emoji hätten gleichgeschlechtliche Ehepaare gezeigt, begründete Milonow seine Position. Er drohte dem US-Konzern, das Operationssystem iOS 8.3 in Russland blockieren zu lassen.

    Das Gesetz, das die Propaganda nicht traditioneller sexueller Beziehungen unter den Jugendlichen unter Strafe stellt, gilt in Russland seit Sommer 2013.

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    Tags:
    Homophobie, Emoji, Homosexualität, Propaganda, Apple, Jaroslaw Michailow, USA, Russland