Widgets Magazine
07:56 22 Juli 2019
SNA Radio
    Volkswagen-Autos

    Abgasaffäre: VW Australien ruft 90.000 Autos zurück

    © AFP 2019 / Ingo Wagner
    Panorama
    Zum Kurzlink
    Abgas-Affäre bei Volkswagen (36)
    1191

    Nach dem Skandal um die Abgastest-Manipulationen ruft die VW-Filiale in Australien alle Fahrzeuge mit der Software, die die Abgasemissionen verringert anzeigt, zurück, berichtet die Zeitung „Australian“ am Freitag.

    Diese Entscheidung habe VW Australia völlig freiwillig getroffen, schreibt  das Blatt. Demnächst sollen circa 90.000 Fahrzeuge zurückgerufen werden.

    Zuvor hatte die Filiale mitgeteilt, dass bereits insgesamt 55.000 Modelle von VW, 14.000 von Audi und 5.000 von Skoda mit dem vorinstallierten Programm verkauft worden seien. Des Weiteren seien auch 17.000 VW-Nutzfahrzeuge zurückgerufen worden.

    Falls im Laufe des Gerichtsverfahrens bewiesen werden sollte, dass die Käufer der Fahrzeuge in die Irre geführt wurden und der Konzern somit den Verbraucherschutz verletzt habe, drohen den Autoherstellern Millionenstrafen.

    Mitte September hatte Volkswagen zugegeben, offizielle Abgasmessungen seiner Dieselwagen in den USA mit einer speziellen Software zur angeblichen Senkung des Abgasausstoßes manipuliert zu haben.

    VW-Daten zufolge könnte das weltweit bis zu 11 Millionen Autos mit einem Motor vom Typ EA 189 betreffen, in dem die Abgas-Software installiert worden ist. Wegen des Abgasskandals war der Chef von Volkswagen, Martin Winterkorn, gezwungen, seinen Posten aufzugeben.

    Die US-Regierung hatte den Konzern verpflichtet, bis zu 482.000 Fahrzeuge der Marken Volkswagen und Audi zurückzurufen, die zwischen 2009 und bis 2015 in den USA verkauft worden waren. Dem Autohersteller droht dort bis zu 18 Milliarden US-Dollar Strafe.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Themen:
    Abgas-Affäre bei Volkswagen (36)

    Zum Thema:

    Abgas-Skandal: Mexiko droht VW mit Strafen in Milliardenhöhe
    Experte zu VW-Affäre: Gesetze mit hoher Intensität an Kriminalität bewusst gebrochen
    VW: „Made in Germany“ darf nicht zu „Manipulated in Germany“ werden – Experte
    Abgas-Affäre bei VW: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Winterkorn
    Tags:
    Abgas-Manipulationen, Volkswagen AG, Martin Winterkorn, Australien, Deutschland