03:11 30 Oktober 2020
SNA Radio
    Panorama
    Zum Kurzlink
    6552
    Abonnieren

    33 Personen werden nach dem US-Raketen-Angriff auf die Klinik der internationalen Hilfsorganisation „Ärzte ohne Grenzen“ in Kundus weiterhin vermisst, berichten französische Medien unter Berufung auf die MSF.

    Dem MSF-Vertreter Guilhem Molinie zufolge, fehle von 24 Mitarbeitern und 9 Patienten jede Spur.

    „Wir stehen immer noch unter Schock. Wir haben viele Kollegen verloren. Natürlich wollen wir nicht das Leben weiterer Mitarbeiter riskieren“, sagte er während einer Pressekonferenz in Kabul.

    Zuvor teilte „The New York Times“ mit, dass das US- und NATO-Kommando in Afghanistan bei dem Luftschlag sogar gegen eigene Regeln der Kriegsführung verstoßen habe.

    „Während die USA Russland, das die Terrormiliz in Syrien bombardiert, für ,wahllose Ziele’ kritisiert, zerbombten sie selber ein Krankenhaus der ,Ärzte ohne Grenzen' in Afghanistan“, zitierte das Nachrichtenportal whattheysayaboutusa.com den Chef des Auswärtigen Ausschusses des russischen Unterhauses, Alexej Puschkow.

    Bei einem Luftangriff der US-Streitkräfte auf eine MSF-Klinik in der umkämpften Stadt Kundus waren am Samstag mehr als 22 Menschen getötet worden. Nach dem Angriff sagte ein US-Kommandeur, das Bombardement sei auf Bitten des afghanischen Militärs erfolgt. „Ärzte ohne Grenzen“ warfen den USA daraufhin vor, Afghanistan die Schuld zuschieben zu wollen. Am Dienstag wurde bekannt, dass die USA die Schuld für den Bombenangriff auf das Krankenhaus auf sich genommen haben.

     

     

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren

    Zum Thema:

    Fatale Kunde aus Kundus
    Kundus: Ärzte ohne Grenzen bitten Russland um Hilfe
    Ärzte ohne Grenzen: Kinder waren unter Opfern des US-Angriffs in Kundus
    Schwerer Unfall in NRW: Auto erfasst Menschengruppe
    Tags:
    MSF, Ärzte ohne Grenzen, NATO, Guilhem Molinie, Kundus, Afghanistan, USA