03:41 22 Juni 2018
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    Cockpit der in der Ukraine abgestürzten Passagiermaschine MH17

    Moskau: Kooperationsangebot bei MH17-Ermittlungen von Niederlanden abgelehnt

    © AFP 2018 / Emmanuel Dunand
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    Ermittlungen zu MH17-Absturz (224)
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    Die Niederlande haben sich geweigert, Russland die angeblich am Absturzort der Boeing MH17 entdeckten Fragmente der Buk-Rakete wie auch ihre Nummern zur Verfügung zu stellen, wie Oleg Stortschewoj, Vizechef der russischen Luftfahrtbehörde Rosaviazija, am Mittwoch mitteilte.

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    Russlands Luftfahrtbehörde zum MH17-Endbericht

    „Wir haben uns an die Kommission gewandt: Bitte geben Sie uns Nummern, die auf Raketenteilen eventuell zu finden sind – wir würden eigene Tests mit den Entwicklern vornehmen, die über eine Datenbank verfügen. Nummern, Herstellungsdatum, an wen und in welcher Variante geliefert. Wir wollten helfen. Und zwar nicht auf die einseitige Weise: Wir haben gesagt: Kommen Sie nach Russland, wir werden es gemeinsam prüfen. Wir haben keine Antwort bekommen“, sagte Stortschewoj. 

    Die Version der internationalen Kommission über den Typ der Rakete, die die Boeing über der Ostukraine abgeschossen hat, beruhe nicht auf verifizierten Daten, fügte er hinzu. „Hätten wir gleichberechtigt an den Untersuchungen teilnehmen dürfen, so hätten wir heute über Daten verfügt, mit denen man den Raketentyp feststellen könnte. Vorerst hören wir nur die Version der niederländischen Seite, die nur durch angeblich sichergestellte Splitter untermauert, aber durch nichts bestätigt ist.“

    Russland „setzt seine Untersuchungen und seine Berechnungen fort, um den Typ der Rakete zu ermitteln, die die Maschine getroffen hat“, betonte er.

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    Kooperation, MH17, Rosaviazija, Oleg Stortschewoj, Niederlande, Ukraine