SNA Radio
    Panorama

    Nach Giraffe Marius seziert dänischer Zoo nun Löwin vor Kindern - Video

    Panorama
    Zum Kurzlink
    5545
    Abonnieren

    Stinkende Löwen-Eingeweide, um Kindern die Tierwelt näher zu bringen: Der Zoo in der dänischen Stadt Odense sezierte öffentlich den Kadaver einer jungen Löwin, die bereits 9 Monate zuvor getötet wurde, um Inzest zu verhindern.

    Vor einem Jahr sorgte die Zerlegung und Verfütterung des 18 Monate alten Giraffenjungen Marius im Kopenhagener Zoo für viel Empörung, nun haben die Arbeiter des Odenser Zoos eine Löwin auf den Obduktionstisch gelegt. „Es wäre zu schade, getötete Tiere einfach zu entsorgen“, sagte die Chefzoologin Nina Christensen zu dänischen Medien. Deshalb wurde der Tierkörper, der anscheinend bereits zu verwesen anfing – mehrere Kinder drückten sich die Nasen zu –  vor mehreren Schulklassen seziert. „Wir zerstückeln Tiere nicht zum Spaß. Wir glauben an die Weitergabe von Wissen.“, sagte zuvor der Tierpfleger Michael Wallberg Sørensen.

    Nach Medienberichten sei das junge Tier bereits vor 9 Monaten getötet worden und zwar aus demselben Grund wie die Giraffe Marius – nach Angaben des Zoos, sei die Erhaltung der Art und der genetischen Vielfalt wichtiger als ein einzelnes Individuum: also, weg damit. Auf gut Deutsch bedeuten das, dass ein Inzest befürchtet wurde: Im Fall der jungen Löwin ging die Gefahr von ihrem Löwenvater aus, der mit ihr in einem Gehege lebte und sie jederzeit hätte begatten können. Alle Versuche, das Tier an andere Zoos abzugeben, seien gescheitert. Ein Ausweg durch Sterilisation ist dabei wohl niemandem eingefallen – immerhin ist die Haltung einer so großen Raubkatze sehr kostenintensiv.

    „Eines Tages müssen wir doch alle verrotten“, sagte der Zoodirektor Jens Odgaard Olsson im dänischen Rundfunk. Genau das aber wünschten viele Facebook-User den Zoo-Mitarbeitern von Odense als Reaktion.

    Henover de seneste dage har vi fået rigtige mange mails, telefonopkald, personlige beskeder og opslag her på FB omkring…

    Posted by Odense Zoo on 11 октября 2015 г.

    „Dies ist doch keine Wissenschaft, es ist einfach nur barbarisch. Wenn diese Tiere eines natürlichen Todes gestorben wären, könnte es durchaus zu einer Lernerfahrung werden. Aber in eurem Fall ist das nicht so. Gesunde Tiere werden gezüchtet, um zu sterben. Einfach ekelhaft. Wie ich schon sagte – ihr sollt in der Hölle verrotten. Das Karma wird euch noch einholen“, schrieb die Userin Carole Deech.

    „Ich kann die Dänen und einige Ausländer einfach nicht verstehen… Sie schrien und jammerten über die Giraffe… Und jetzt dieser Löwe in allen Schlagzeilen. Ich erinnere mich, dass kurz danach am Strand vom Blovand ein Wal angespült wurde. Und was denkt ihr? Die Eltern packten ihre Kinder in Regenkleidung und fuhren dorthin… Der Wal hatte den letzten Atem noch nicht ausgehaucht, als sie ihren Kindern erlaubten, auf seinem Rücken zu klettern und herumzuspringen, während die Eltern Bilder fürs Facebook knipsten“, erzählt Facebook-Nutzerin Betina Bang. 

    „Irgendwas ist da faul in Dänemark“, schrieb der Twitter-User Matthew Fraser:

     

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Tags:
    Obduktion, Sezierung, Löwe, Zoo, Dänemark