03:04 29 Januar 2020
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    Ermittlungen zu MH17-Absturz (224)
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    Einige Dutzend Menschen haben sich am Donnerstag in der Berliner Innenstadt versammelt, um gegen die Resultate des vom Niederländischen Sicherheitsrat veröffentlichten Abschlussberichts zum MH-17-Absturz zu protestieren.

    An der Kundgebung nahmen Mitglieder solcher Organisationen wie „Mütter gegen den Krieg Berlin-Brandenburg“, die Anti-NATO-Gruppe Berlin-Brandenburg und die Filiale von „International platform "Global rights for peaceful people“ teil.

    Die Hauptforderung der Demonstranten ist die Durchführung einer umfassenden, transparenten und objektiven Untersuchung der MH-17-Katastrophe.

    “Die Untersuchung, die von den niederländischen Ermittlern durchgeführt wurde, ist unvollständig, voreingenommen und undurchsichtig”, sagten die Demonstranten. Trotz strömenden Regens hat die Kundgebung bei den vorbeigehenden Berliner und Touristen der Hauptstadt Interesse geweckt: Mehrere Menschen kamen näher, um die Spruchbanner und Plakate zu lesen. 

    Laut den Teilnehmern der Kundgebung verschärfen die USA die Situation rund um die Ermittlung, im Endeffekt bleibe die Wahrheit über die Ursachen der Katastrophe verborgen.

    „Wieso wurden keine Sanktionen gegen die Ukraine eingeführt, wenn doch bekanntgegeben wurde, dass auch dieses  Land  Verantwortung für die Tragödie trägt? Die internationalen Spezialisten haben keine Antwort auf die Frage, wer tatsächlich am Abschuss schuld ist. Wieso tragen dann auch die internationalen und deutschen Medien, die monatelang behaupteten, dass gerade Russland hinter dieser Katastrophe steht, keine Verantwortung?“, betonten sie.

    Des Weiteren teilten die Demonstranten mit, dass an den nächsten beiden Tagen ähnliche Kundgebungen in Straßburg, Athen und Den Haag stattfinden werden.

    Am Dienstag präsentierte der niederländische Sicherheitsrat seinen Abschlussbericht zum MH17-Absturz. Aus dem Bericht geht hervor, dass die malaysische Boeing mit einer Buk-Rakete abgeschossen worden war. Die Rakete sei von einem Gebiet im Osten der Ukraine abgefeuert worden, hieß es in dem Papier. Es wurden jedoch keine Angaben darüber gemacht, von wem dieses Gebiet damals kontrolliert wurde.

    Am Dienstag veröffentlichte auch der Buk-Hersteller Almaz Antey seinen Bericht. Daraus geht unmissverständlich hervor, dass die Rakete von einem von der ukrainischen Armee kontrollierten Territorium aus abgefeuert worden war.

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    Tags:
    Protestaktion, Mütter gegen den Krieg, Global rights for peaceful people, Berlin, Deutschland