14:56 18 November 2017
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    Kollegen zweifeln an Selbstmord von Irak-Expertin Jacqueline Ann Sutton

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    Das britische Außenministerium hat am Montag bestätigt, dass die Irak-Expertin und ehemalige BBC-Journalistin Jacqueline Ann Sutton sich das Leben genommen hat, nachdem sie von der Beerdigung ihres bei einem Terrorakt umgekommenen Chefs kam. Kollegen haben jedoch Zweifel an der Selbstmord-These.

    Zuvor hatte die türkische Zeitung „Hurriyet“ berichtet, dass eine Britin am Samstagabend in Istanbul gelandet ist und weiter nach Irak fliegen musste, wo sie aber nie ankam – sie erhängte sich in einer Damentoilette mit ihren Schnürsenkeln, nachdem sie ihren Anschlussflug in das irakische Erbil verpasst hatte.

    Das Auswärtige Amt Großbritanniens teilte am Montag mit, dass es  konsularische Hilfe für die Familienmitglieder der Verstorbenen bereitstelle.

    Die  50 Jahre alte Frau ist Mitarbeiterin des internationalen Netzwerks zur Förderung freier Medien, „Institute for War and Peace Reporting“ (IWPR), gewesen.

    Ende Juni wurde Sutton dort Direktorin für die Förderung von Medienschaffenden im Irak und in Afghanistan — fünf Monate zuvor soll ihr Vorgänger im Amt durch eine Autobombe in Baghdad getötet worden sein. Nach Istanbul sei  sie sofort nach der Beerdigung ihres Kollegen gekommen, berichtet ein Sprecher des Instituts.

    Allerdings wird unter den Mitarbeitern der Verstorbenen ein Selbstmord derzeit bezweifelt.

    Ihr Kolege Sudipto Mukerjee, Direktor bei den Vereinten Nationen, äußerte via Twitter seine Zweifel – die Selbstmord-These sei nur schwer zu glauben:


    Laut der Juristin Sejal Parmar ist Sutton unter verdächtigen Umständen gestorben.

     

    Tags:
    IWPR, BBC, Istanbul, Türkei, Irak
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