04:30 15 November 2019
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    Brand im schwedischen Flüchtlingsheim

    Schweden: Brandstiftung in Flüchtlingsunterkunft

    © REUTERS / Bjorn Larsson Rosvall
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    Am Dienstagmorgen hat es in einem Flüchtlingsheim im schwedischen Munkedal gebrannt, wie schwedische Massenmedien berichten.

    „Der Brand ist nicht von selbst entstanden“, sagte Polizeisprecherin Anki Larsson der Zeitung „Göteborgs-Posten“.

    Laut der Zeitung geht die Polizei von Brandstiftung aus.  Wie die Zeitung weiter berichtet, mussten 14 Flüchtlinge aus dem Haus evakuiert werden, wobei einige von ihnen von leichten Rauchvergiftungen betroffen waren.

    Der Brand in Munkedal ist bereits der vierte in den letzten acht Tagen. Insgesamt wurden seit Jahresbeginn in schwedischen Flüchtlingsunterkünften mehr als zehn Brände registriert.

    Derartige Zwischenfälle hatten sich in Schweden Anfang der 90er Jahre wegen des hohen Zustroms von Flüchtlingen vom Balkan ereignet. Nach der Eindämmung  des Migrantenstroms gerieten die Brände aber in Vergessenheit.

    Im Jahre 2015 beschlossen örtliche Behörden, die Korrdinaten von Flüchtlingscamps aus Sicherheitsgründen geheim zu halten.

    Nach Angaben von Regierungschef Stefan Löfven dürfte die Gesamtzahl der Flüchtlinge, die Schweden zu beherbergen plant, 150.000 betragen. Bei einer Bevölkerungszahl von 9,5 Millionen wird die Zahl der Flüchtlinge pro Person der Bevölkerung in Schweden den höchsten Stand in Europa erreichen.

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    Tags:
    Migranten, Göteborgs-Posten, Stefan Löfven, Anki Larsson, Balkan, Schweden