21:40 16 Dezember 2017
SNA Radio
    Deutsche Bank

    Panne: Deutsche Bank überweist versehentlich sechs Milliarden Dollar an US-Hedgefonds

    © AP Photo/ Michael Probst
    Panorama
    Zum Kurzlink
    13419

    Ein sogenannter „Fat-finger-Fehler“ eines Mitarbeiters der Deutschen Bank in London hat die Finanzanstalt sechs Milliarden US-Dollar „gekostet“, wie die Zeitung „Financial Times“ unter Berufung auf eine Bank-Quelle mitteilt.

    Dem Unglücksraben unterlief ein folgenschwerer Tippfehler. Er tippte einfach „zu viele Nullen“ und überwies versehentlich etwa sechs Milliarden US-Dollar an einen US-Hedgefonds.

    Für jede Bankoperation gelte „das Vier-Augen-Prinzip“, das heißt, dass ein Mitarbeiter die Transaktion durchführe, während ein weiterer überprüfe.

    Diesmal wurde dies aber nicht getan, weil der Chef des untergeordneten Mitarbeiters aus der Devisenabteilung im Urlaub war.

    Verloren gingen der Bank die Milliarden trotzdem nicht. Die Bank war gezwungen, sich an die britische Finanzaufsicht, die Europäische Zentralbank und das Bundesreservesystem der USA zu wenden.  Das Geld war bereits am nächsten Tag wieder bei der Bank.

    Die Führungsspitze der Deutschen Bank kündigte eine grundlegende organisatorische und personelle Neuordnung an.

    Zum Thema:

    Agentur: Deutsche Bank will 23.000 Mitarbeitern kündigen
    Geldwäsche-Affäre: Bisher keine Verstöße der Deutschen Bank in Moskau festgestellt
    Deutsche Bank unter Verdacht der Geldwäsche in Russland: Milliarden-Strafe in Sicht
    Deutsche Bank in Moskau unter Geldwäsche-Verdacht – US-Justiz ermittelt
    Tags:
    Banken, Financial Times, USA, Großbritannien, Deutschland
    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren