22:54 19 Juli 2018
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    Hinrichtung durch IS-Kämpfer

    Zeitung: Deutsche Islamisten foltern für IS

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    Terrorgruppierung Islamischer Staat (498)
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    Deutsche Dschihadisten sind beim Geheimdienst der Terrormiliz „Islamischer Staat“ im Einsatz. Zu ihren Aufgaben gehören unter anderem Folter, Erschießungen und Enthauptungen, wie die Süddeutsche Zeitung unter Berufung auf die Aussagen eines IS-Rückkehrers, der von Oktober 2013 bis November 2014 in Syrien für IS tätig war, berichtet.

    Dem Rückkehrer zufolge sei eine IS-Einheit unter dem Namen „Sturmtrupp“ für Festnahme von Deserteuren und Abweichlern zuständig. Mehrere deutsche Islamisten seien in dieser Einheit aktiv. Der Generalbundesanwalt bezeichne sie als „Abteilung Innere Sicherheit“ des „Islamischen Staates“.

    Der deutsche Rückkehrer selbst war nach eigenen Aussagen in der syrischen Stadt Manbij eingesetzt und an etwa fünfzehn Festnahmen beteiligt, so die SZ. Im örtlichen Gefängnis würden Folterungen regelmäßig ausgeführt. Gefangene seien so lange gequält worden, bis sie bestimmte Aussagen machten. Auf einem sogenannten „Hinrichtungsmarktplatz“ vor Ort würden zudem Menschen erschossen und enthauptet. Einmal habe es sogar eine Kreuzigung gegeben.

    Die Aussagen von diesem Rückkehrer aus Nordrhein-Westfalen zusammen mit mehr als 20 anderen ergeben ein umfassendes Bild schrecklicher Repression im „Islamischen Staat“, so die SZ.

    Der „Sturmtrupp“ sei immer maskiert aufgetreten, die Truppe sei gut bezahlt und mit verschiedenen Boni motiviert worden. „Nur aufgrund besonderer Empfehlung sei man zum IS-Geheimdienst versetzt worden“, so die Süddeutsche Zeitung unter Berufung auf den Rückkehrer.

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    Tags:
    Terrormiliz Daesh, Dschihadisten, Geheimdienst, Ermordung, Folter, Süddeutsche Zeitung, Syrien, Deutschland
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