04:52 01 Dezember 2020
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    Der japanische Neurochirurg Takanori Fukushima soll bei Papst Franziskus einen kleinen Gehirntumor entdeckt haben, wie die italienische Zeitung „Quotidiano Nazionale“ am Mittwoch berichtete. Vatikansprecher Federico Lombardi dementierte diese Information.

    Das Auftauchen von Spekulationen, dass bei Papst Franziskus angeblich ein Gehirntumor diagnostiziert worden sei, erkläre sich mit dem Bestreben, die am 4. Oktober begonnene Bischofssynode über Ehe und Familie im Vatikan zu beeinflussen, sagte der deutsche Kardinal Walter Kasper.

    Die italienische Zeitung „Quotidiano Nazionale“ berichtete am Mittwoch überraschend, dass der japanische Neurochirurg Takanori Fukushima im Januar beim Papst einen „kleinen Gehirntumor“ diagnostiziert habe, dessen Behandlung jedoch keine Operation erfordere. Vatikan-Sprecher Federico Lombardi dementierte diese Information und bezeichnete sie als „unbegründet und absolut verantwortungslos“. Laut italienischen Medien wurde diese Information nicht bestätigt. Die Bilder im Blog des japanischen Arztes seien mit Photoshop bearbeitet worden. Zudem stellte sich heraus, dass gegen Fukushima in Italien wegen Erpressung von Patienten ermittelt wird, die sich bei ihm operieren lassen wollten.

    Kardinal Walter Kasper sagte in einem Interview mit der Zeitung „Corriere della Sera“, dass „bestimmte Personen“ heute nervös seien und mit Angst auf die Ergebnisse der Synode warten. Allerdings liege auf der Hand, dass einige den Papst nicht mögen. Vielleicht wollten sie Einfluss ausüben, doch wir ziehen unsere Sache durch, sagte Kasper.

    Kasper sagte zwar nicht, um welche „Personen“ es sich handelt, doch er gab zu verstehen, dass die Versuche, die Bischofssynode zu beeinflussen und die Kirche zu spalten, zum Scheitern verurteilt seien. Er erinnerte an eine skandalöse Geschichte, die kurz vor der Eröffnung der Synode ausbrach. Der polnische Theologe Krzysztof Charamsa aus dem Vatikan habe sich öffentlich zu seiner Homosexualität und bekannt und dem Vatikan „paranoide Homophobie“ vorgeworfen. Alle haben verstanden, was Charamsa damit beabsichtigt habe, doch man lasse sich nicht manipulieren und auch nicht die Arbeit der Synode beeinflussen, so Kasper.

    Der Papst mache nicht den Eindruck eines kranken Menschen. Er sei voller Energie, so Kardinal Walter Kasper.

    Viele Beobachter sehen die Berichte über die Gesundheit von Papst als böswilligen Versuch, die Beschlüsse der Bischofssynode zu Ehe und Familie, die vom Papst initiiert wurde, zu beeinflussen.

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    Tags:
    Krzysztof Charamsa, Walter Kasper, Papst Franziskus, Vatikan