08:01 26 Oktober 2020
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    Die Terrormiliz Islamischer Staat hat sich unter anderem durch den Gewinn aus dem Verkauf von afghanischem Heroin verstärkt, wie der Chef der russischen Drogenkontrollbehörde (FSKN), Viktor Iwanow, am Freitag sagte.

    „In diesem Sinne ist der IS (Islamischer Staat – d. Red.) gerade eine Kopie der Drogen-Transit-Gruppen, die sich unkontrolliert verstärkt haben, darunter durch den afghanischen Drogenverkehr“, so Iwanow.

    Laut dem FSKN-Chef ist Afghanistan ein massiver Umschlagplatz für Heroin, der nach Schätzung der Behörde 500 bis 700 Millionen Dollar oder sogar 800 Millionen Reingewinn bringe. Die Produktion von Rauschgiftmitteln destabilisiere die politische Situation in ganz Eurasien, so der Chef der Kontrollbehörde.

    Iwanow ist überzeugt, dass das Problem des afghanischen Drogenverkehrs unterschätzt werde. Ihm zufolge ist der Anbau von Drogen in Afghanistan mit den Problemen der nuklearen Nichtweiterverbreitung, des Terrorismus, der Piraterie etc. gleichzusetzen.

    Wie der russische UN-Botschafter Vitali Tschurkin Mitte September mitgeteilt hatte, haben die IS-Extremisten einen Teil der illegalen Transportkanäle für die Lieferung von Rauschgift aus Afghanistan in ihren Besitz genommen.

    Laut UN-Angaben hatte Afghanistan im vergangenen Jahr einen Anteil von 85 Prozent am weltweiten Opium-Handel und einen Anteil von 77 Prozent am Welthandel mit Heroin. Die Bruttokosten für die Opium-Produktion belaufen sich schätzungsweise auf 2,84 Milliarden Dollar und machen 13 Prozent des BIPs Afghanistans aus.

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    Tags:
    Witalij Tschurkin, Terrormiliz Daesh, Heroin, Drogen, Viktor Iwanow, Afghanistan