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    Arabische Koalition fliegt Bombenangriffe im Jemen

    Sprecher: Mehr als 1.200 Kinder seit Beginn von Konflikt im Jemen getötet

    © REUTERS / Khaled Abdullah
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    Seit Beginn der Operation der durch Saudi-Arabien geführten arabischen Koalition im Jemen sind 1.241 Kinder in dem Land getötet worden, wie ein Sprecher des jemenitischen Gesundheitsministeriums am Mittwoch mitteilte. Die Gesamtzahl der getöteten Zivilisten schätzte er auf 6.318, davon 1.028 Frauen.

    Während des Konflikts seien zudem rund 15.000 Menschen verletzt worden. „Beim jüngsten Bombardement eines Spitals der internationalen Organisation Ärzte ohne Grenzen in Jemen gab es wieder Tote und Verletzte. Die genauen Zahlen liegen noch nicht vor. Der Angriff wurde am Montagabend im Raum von Haidan im Gouvernement Saada geflogen, höchstwahrscheinlich von der arabischen Koalition, die aber jegliche Anschuldigungen zurückweist“, sagte der Sprecher.

    Das zerbombte Krankenhaus sei die letzte medizinische Einrichtung in der Region gewesen. Jetzt würden die bei Bombenangriffen im Raum von Haidan Verletzten unter freiem Himmel behandelt, sagte er.

    Den Angaben zufolge wurden während des Konflikts in Jemen 109 Krankenhäuser und Polikliniken zerbombt und 56 Krankenwagen zerstört. 59 Ärzte seien ums Leben gekommen, mehr als 150 Mediziner seien verletzt worden. Der Sprecher wies zudem auf akuten Mangel an Medikamenten und Instrumenten hin.

    Im Jemen kämpfen die zur Schiiten-Bewegung Ansar Allah gehörenden Huthi-Rebellen und die dem Ex-Präsidenten Ali Abdullah Saleh treuen Militärs gegen die Truppen des aus dem Land vertriebenen Präsidenten Mansur Hadi. Die arabische Koalition mit Saudi-Arabien an der Spitze kämpft seit dem 26. März dieses Jahres auf Hadis Seite und fliegt regelmäßig Bombenangriffe auf die von den Huthis kontrollierten Regionen im Jemen.

     

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    Tags:
    Opfer, Bombenangriffe, Jemen