04:49 11 Dezember 2017
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    Russische Journalisten wagen Ausflug in das vom IS-Terror geschundene Palmyra - VIDEO

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    Kampf gegen den IS (813)
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    Seitdem Palmyra unter Kontrolle der Terrormiliz "Islamischer Staat" geraten ist, wagten sich bislang keine Journalisten dorthin. Nun hat aber ein Fernsehteam von RT eine Reportage über die syrische Regierungsarmee gedreht, die sich, ermutigt durch russische Unterstützung aus der Luft, für die Zurückeroberung der antiken Oasenstadt vorbereitet.

    Situation in Palmyra
    © AP Photo/ Islamic State social media account via AP, File
    In den vergangenen fünf Monaten haben sich syrische Regierungssoldaten in den Felsen um die Antikstadt aufgestellt. Sie wehren die anhaltenden Bemühungen der IS-Terrorkämpfer ab, die sich aus den Bezirken um Palmyra nach Homs durchzukämpfen versuchen. Die Soldaten leben in extremen Bedingungen: Am Tag ist die Wüste unerträglich heiß, nachts extrem kalt. Unter ständigem Beschuss sind sie gezwungen, sich Vertiefungen in die harten Felsen zu graben. Diese Schlupfwinkel dienen nicht nur als Deckung – die Soldaten schlafen und essen dort. Trotz der erlittenen Verluste und des Bewusstseins, dass der Tod überall auf sie lauern kann, versicherten sie den RT-Journalisten, dass ihr Kampfwille noch immer ungebrochen sei.

     

    Römische Amphitheater in der antiken Oasenstadt Palmyra
    © Sputnik/ Dmitry Vinogradov
    „Das Ziel der syrischen Armee ist es, unter anderem die Zerstörung des Kulturerbes zu vereiteln. In der Feuerlinie ist die Effizienz der russischen Luftoperation mit bloßem Auge zu erkennen. Die Infrastruktur der Terrormilizen wird  zerstört. Die Terroristen fliehen in Panik. Wir fangen ihre Gespräche mit Funkgeräten ab. Sie flehen um Hilfe und bitten um Verstärkung. Ihre Kampfmoral sinkt“, sagte der syrische General Fuad gegenüber den RT-Korrespondenten.

    Zuvor war berichtet worden, dass die IS-Miliz drei Zivilisten, die von den Terroristen in den naheliegenden Ortschaften festgehalten wurden, an Säulen festgebunden und mit der Zündung eines Sprengsatzes hingerichtet worden waren.

    Situation in Palmyra
    © AP Photo/ Islamic State social media account via AP
    Situation in Palmyra

    Die antike Stadt Palmyra, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, war im Mai dieses Jahres unter die Kontrolle des sogenannten "Islamischen Staates" geraten. Anfang Oktober hatten die Terroristen den Triumphbogen zerstört, der Ende des 2. Jahrhunderts n. Chr. von den Römern errichtet worden war.

    Palmyra, am 14. März, 2014
    © AFP 2017/ Joseph Eid
    Palmyra, am 14. März, 2014

    Am 4. September hatte die IS-Miliz drei Grabtürme aus der Zeit zwischen 44 und 103 n. Chr. gesprengt. Am 1. September hatte die UNO Informationen über die Zerstörung  der antiken Baal- und  Baalschamin-Tempel bestätigt. Am 19. September hatten die IS-Terroristen den Chef-Archäologen der Oasenstadt auf dem Hauptplatz der Antikstadt hingerichtet.

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    Tags:
    Terrormiliz Daesh, RT, UNESCO, Palmyra, Syrien