12:04 18 Dezember 2017
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    Explosion einer Atombombe

    US-Offizier vereitelte 1962 Atomschlag auf Sowjetunion nur knapp

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    Mitten in der Kuba-Krise vor einem halben Jahrhundert hätten die USA um ein Haar versehentlich die Sowjetunion mit Atomraketen angegriffen. Dass der Angriff nur im letzten Moment abgewehrt werden konnte, wurde erst jetzt bekannt, wie die amerikanische Zeitung „Bulletin of the Atomic Scientists“ unter Verweis auf einen Luftwaffen-Offizier berichtet.

    Dank Captain William Bassett, der diese Geschichte fünf Jahrzehnte lang geheim gehalten hatte, konnte der Krieg vermieden werden. Davon, was geschehen war, erzählte John Bordne, ein Kollege von Bassett.

    Als Bassett am 28. Oktober 1962 auf einer der vier geheimen amerikanischen Raketenbasen auf der japanischen Insel Okinawa Dienst hatte, erhielt er den Befehl, vier mit Kernsprengköpfen bestückte Raketen auf die vier Städte Wladiwostok, Peking, Pjöngjang und Hanoi abzuschießen.

    Es war die Tatsache, dass drei der vier genannten Ziele außerhalb der Sowjetunion – des wahrscheinlichsten Gegners – lagen, die den Offizier misstrauisch werden ließ. Die Raketen blieben auf dem Stützpunkt, und der Captain befahl seinen Untergeordneten, niemandem etwas von dem Geschehen zu erzählen.

    „Erst vor kurzem haben die US-Luftstreitkräfte John Bordne erlaubt, diesen Vorfall der Öffentlichkeit mitzuteilen. Und – sollte diese Geschichte wahr sein – wird sie eine weitere schreckliche Ergänzung auf der Liste von Fehlern, die beinahe einen Atomkrieg herbeigeführt hätten", schlussfolgert der Autor des Artikels.

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    Tags:
    USA, Russland
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