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    Terrorgruppierung Islamischer Staat (498)
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    Die Terrormiliz „Islamischer Staat“ schließt in ihrer Hochburg Al-Raqqa alle Frauenkliniken, berichtet die Zeitung The Indepedent am Freitag. Als Grund wurde angegeben, muslimische Frauen dürften sich nicht von männlichen Ärzten behandeln lassen.

    Die IS-Herrschaft im syrischen Al-Raqqa führe zu einer Zunahme von Vergewaltigungen, Zwangsehen mit Minderjährigen, Verfolgung von Ärzten sowie Mangel an notwendigen Medikamenten. Das alles hätte die Gesundheit der Frauen sehr negativ beeinflusst.

    Örtlichen Aktivisten zufolge habe der IS die Arbeit von Gynäkologen bereits stark eingeschränkt, da die Anführer meinen, Männer und Frauen müssten um jeden Preis auseinander gehalten werden.

    „Viele Ärzte, insbesondere Gynäkologen, sind bereits aus der Stadt geflohen, weil ihre Arbeitsstellen geschlossen und sie selber mit Tod bedroht wurden“, zitiert die Zeitung einen Aktivisten.

    Alle Frauenkliniken, die in Raqqa von Männern geleitet wurden, werden geschlossen, so The Independent unter Berufung auf eigene Quellen.

    Zuvor hatten libysche Ärzte, die in den unter IS-Kontrolle stehenden Gebieten leben, eine rasante Zunahme an Fehlgeburten und Geschlechtskrankheiten unter jungen Frauen festgestellt. Den Ärzten zufolge hängt das damit zusammen, dass die jungen Frauen zum Geschlechtsverkehr mit IS-Kämpfern gezwungen werden.

    Dem Autor des Artikels zufolge besage das „Manifest“ über die „Frauenrolle im Islamischen Staat”, dass die Frau in erster Linie Mutter und Hausfrau sein soll. Im „Manifest“ werde außerdem behauptet, dass „es legitim für eine Frau ist, mit neuen Jahren zu heiraten“. 

    Der Bedarf an Frauenkliniken wird dabei in den vom IS besetzten Regionen im Irak und in Syrien gleichzeitig immer größer, da die Hauptaufgabe einer Frau sei, eine neue Generation von Kämpfern zur Welt zu bringen. 

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    Terrorgruppe „Islamischer Staat“
    Tags:
    Terrormiliz Daesh, Frauen, Al-Raqqa