03:05 17 Dezember 2017
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    Wrackteil des verunglückten Flugzeugs Airbus A321

    Flugzeug-Absturz in Ägypten: Fluggesellschaft schließt Anschlag nicht aus

    © REUTERS/ Mohamed Abd El Ghany
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    A321-Absturz über Sinai (104)
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    Der russische Airbus A321, der am Samstag über Ägypten abgestürzt ist, war nach Erkenntnissen der betroffenen Fluggesellschaft Kogalymavia noch in der Luft durch „äußere Einflüsse“, möglicherweise durch eine Explosion oder Anschlag, zum Auseinanderbrechen gebracht worden.

    Das Flugzeug habe noch vor dem Absturz sehr wahrscheinlich „bedeutende Schäden“ an der Konstruktion erlitten, sagte Kogalymavia-Vizechef Andrej Awerjanow am Montag auf einer Pressekonferenz in Moskau. Diese Schäden seien sehr schwer gewesen, so dass der Flug nicht mehr fortgesetzt werden konnte und die Crew vollständig die Kontrolle über die Maschine verloren habe. Das erkläre, warum die Crew keinen Notruf abgesetzt hatte.

    Technischen Defekt und menschliches Versagen schließt die Airline völlig aus. Ein Flugzeug breche nicht wegen eines technischen Defekts auseinander, sagte Awerjaniow. Nach seinen Angaben war die abgestürzte Maschine technisch intakt. Nach Explosion oder Anschlag gefragt, sagte der Manager: „Es ist alles möglich“.

    Der Airbus 321 der Fluggesellschaft Kogalymavia war am Samstag im Sinai aus bisher ungeklärter Ursache abgestützt. An Bord der Maschine, die auf dem Weg vom ägyptischen Badeort Scharm el-Scheich nach Sankt Petersburg war, befanden sich 217 Fluggäste und sieben Besatzungsmitglieder. Es gibt keine Überlebenden. Die Wrackteile wurden auf einer Fläche von mehr als 20 Quadratkilometern zerstreut.

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    A-321, Ägypten