23:22 18 Dezember 2017
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    Absturzort von A321 in Ägypten

    A321-Absturz: Abschuss durch Terroristen unwahrscheinlich - Ägyptischer Experte

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    A321-Absturz über Sinai (104)
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    Höchstwahrscheinlich führten technische Störungen zu dem Absturz des russischen Passagierflugzeuges A321 auf der Sinai-Halbinsel, obwohl auch menschliches Versagen nicht ausgeschlossen werden kann. Das sagte der Ex-Minister für zivile Luftfahrt Ägyptens, Wail al-Madawi, in einem Interview für den TV-Sender RT.

    „Das wird bei der Entzifferung der Flugschreiber geklärt, deren Ergebnisse demnächst bekannt gegeben werden“, so Madawi. 

    „Das Wichtigste ist es, zu klären, warum die Maschine auf einer solch großen Höhe abgestürzt war. Es gibt solche Daten, die die Ursachen für Flugzeug-Crashs belegen. Sie können mit technischen Störungen, menschlichen Versagen oder dem psychologischen Zustand der Besatzung zusammenhängen“, fügte er hinzu. 

    Einen möglichen Abschuss des Flugzeuges durch terroristische Gruppierungen am Boden lehnte der ehemalige Minister ab.

    „Das ist absolut unwahrscheinlich. Dafür sind Möglichkeiten eines Staates erforderlich und zwar nicht geringe. Es geht um Suchradargeräte zur Ortung von Flugzeugen, zur Feuersteuerung, die nur ein Staat, aber keine terroristischen Gruppierungen besitzen“, unterstrich er.     

    Der Airbus-321 der Fluggesellschaft Kogalymavia, der am Samstag von Scharm al-Schaich in Richtung St. Petersburg abgehoben war, verschwand 23 Minuten nach dem Start von den Radarschirmen. An Bord der Maschine befanden sich 217 Fluggäste und sieben Besatzungsmitglieder. Es gibt keine Überlebenden. 

     

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    A321-Absturz über Sinai (104)

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    Flugzeugabsturz, A-321, Kogalymavia, RT, Wail al-Madawi, Ägypten, Russland
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