05:45 02 April 2020
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    A321-Absturz über Sinai (104)
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    Nach dem Absturz der russischen Passagiermaschine A321 über der Sinai-Halbinsel will auch Russland den Flugverkehr nach Ägypten aussetzen, bis die Ursache der Katastrophe mit 224 Toten geklärt ist. Präsident Wladimir Putin hat am Freitag einem entsprechenden Vorschlag des Inlandsgeheimdienstes FSB zugestimmt.

    Zuvor hatte auch die Anti-Terror-Behörde NAK empfohlen, die Flüge bis auf weiteres auszusetzen. Bei einem Treffen mit FSB-Direktor Alexander Bortnikow am Freitag stimmte Putin diesen Empfehlungen zu, wie Kreml-Sprecher Dmitri Peskow mitteilte.

    „Putin beauftragte die Regierung, Mechanismen für die Umsetzung dieser Empfehlungen auszuarbeiten und die Heimkehr der russischen Bürger zu gewährleisten.“ Auch soll das Kabinett gemeinsam mit der ägyptischen Seite Maßnahmen zur  Luftfahrtsicherheit treffen. 

    Ein russischer Airbus А321 war am Samstag über Sinai abgestürzt. Alle 224 Insassen sind ums Leben gekommen Das Passagierflugzeug war vom Badeort Scharm el-Scheich nach Sankt Petersburg unterwegs gewesen. Die Wrackteile wurden auf einer Fläche von mehr als 20 Quadratkilometern verstreut aufgefunden.

    Die Ursache ist noch unklar. Die betroffene Fluglinie Kogalymavia mutmaßte am Montag, der Jet sei noch in der Luft durch „äußere Einflüsse“, möglicherweise durch eine Explosion oder einen Anschlag, zum Zerbrechen gebracht worden. Ein ägyptischer Forensiker bestätigte am Dienstag, dass Verletzungen der Passagiere auf eine Explosion an Bord noch vor dem Aufprall auf der Erde schließen ließen.

    Am Mittwoch hieß es aus der ägyptischen Untersuchungskommission, dass eine Explosion im Triebwerk den Absturz verursacht haben könnte. Doch am heutigen Donnerstag ließ Ägyptens Luftfahrtminister Mohamed Hossam Kamal wissen, dass die Ermittler keine Hinweise auf eine Explosion an Bord entdeckt hätten.

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    A-321, Kogalymavia, Alexander Bortnikow, Sinai-Halbinsel, Ägypten, Russland