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00:44 18 Oktober 2019
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    Der internationale Flughafen Scharm asch-Schaich

    Britischer Ex-Urlauber zu A321-Crash: Boarding könnte unkontrolliert verlaufen sein

    © AP Photo / Thomas Hartwell
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    A321-Absturz über Sinai (104)
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    Dale Parkyn aus Großbritannien, der Anfang 2015 zusammen mit seiner Ehefrau in Sharm al-Sheikh ein Verkehrsflugzeug ohne ordnungsgemäße Passagierabfertigung und Gepäckkontrolle besteigen konnte, hat in einem Interview mit dem TV-Sender Sky News sein Entsetzen über die Katastrophe mit dem russischen Airbus A321 geäußert.

    Laut Parkyn hatte sich ein Angehöriger des Wachpersonals im Flughafen von Sharm al-Sheikh erboten, dem Ehepaar für 20 Pfund Sterling (rund 30 US-Dollar) das lange Warten am Check-in-Schalter zu ersparen, damit das Gepäck ohne Scanning gleich auf das Förderband gestellt werden konnte.

    Nach dem Absturz der Maschine des russischen Unternehmens Kogalymavia auf der Sinai-Halbinsel hat die britische Regierung aus Sicherheitsgründen alle Hin- und Rückflüge mit einheimischen Fluggesellschaften nach Sharm al-Sheikh verboten.

    Am Freitag sollen mehrere leere Passagiermaschinen aus Großbritannien nach Sharm al-Shekh starten, um die dort verbliebenen britischen Urlauber in ihr Heimatland zurückzuholen. Die verstärkten Sicherheitsvorkehrungen sind für etwa zehn Tage angeordnet.

    Wie es am Donnerstag im britischen Außenministerium hieß, gibt es alle Gründe für die Behauptung, dass eine vom Islamischen Staat kontrollierte Gruppe die Katastrophe mit dem russischen Flugzeug in Ägypten organisiert hatte. Einen Tag zuvor hatte die britische Regierung die Vermutung geäußert, dass das Unglück durch die Explosion einer Bombe verursacht worden sein könnte.

    London und Washington beteiligen sich nicht an der Untersuchung des Flugzeugabsturzes, bei der Fachleute aus Russland, Frankreich, Deutschland, Irland und Ägypten eingesetzt sind. Die ägyptischen und die russischen Behörden haben bisher jegliche Spekulationen über einen Terroranschlag an Bord des Passagierflugzeuges als unbegründet zurückgewiesen.

    Der Airbus A321 der Fluggesellschaft Kogalymavia, der von Scharm el-Sheikh nach St. Petersburg unterwegs war, stürzte am vergangenen Samstag über der Sinai-Halbinsel ab. Keiner der 224 Insassen überlebte.

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    A-321, Kogalymavia, Sinai-Halbinsel, Großbritannien, Sharm el-Sheikh