23:05 24 November 2017
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    #JeNeSuisPasCharlie

    Charlie Hebdo-Karikaturen lösen entsetzten Aufschrei im Netz aus

    © Foto: Facebook/JeNeSuisPasCharlie Community
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    A321-Absturz über Sinai (104)
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    Die zynischen Karikaturen des französischen Satire-Magazins „Charlie Hebdo“ zur Katastrophe der russischen Passagiermaschine in Ägypten haben im Gegensatz zu der Solidaritäts-Kampagne nach der Ermordung von Journalisten des Magazins im Januar im Netz eine Hashtag-Kampagne „#JeNeSuisPaCharlie„ (Ich bin nicht Charlie) hervorgerufen.

    Somit hat das Internet ein Verdikt über die beleidigenden Karikaturen ausgesprochen, mit denen die französische Satire-Zeitschrift das Unglück auf der Sinai-Halbinsel mit 224 Toten kommentierte.

    Von den 217 Passagieren des Flugzeugs waren 138 Frauen, 62 Männer und 17 Kinder. Das war die größte Flugzeugtragödie  in der ganzen Geschichte Russlands. Diese Tatsache wurde offensichtlich von den Journalisten des Magazins ignoriert, die jede Möglichkeit nutzen, um provozierende Inhalte zu veröffentlichen.

    Vor nur elf Monaten überfielen zwei bewaffnete Islamisten in Paris die Redaktion des Satiremagazins „Charlie Hebdo“, das für seine provokanten Mohammed-Karikaturen bekannt ist. Dabei wurden zwölf Menschen getötet.

    Mit der Kampagne #JesuisCharlie (Ich bin Charlie) zeigten daraufhin unzählige Menschen weltweit ihr tiefes Mitgefühl und demonstrierten Solidarität sowohl im realen Miteinander als auch im Netz. 

    Viele von denen, die damals Solidarität und Mitgefühl mit den Journalisten bei ihrer Tragödie gezeigt haben, stehen jetzt unter Schock wegen dem Zynismus, mit dem die Mitarbeiter der Zeitschrift die russische Tragödie behandelt haben.

    Hier nur einige wenige der Kommentare, die auch weiterhin  im Netzt auftauchen:

    „Irrsinniger Zynismus, Spott mit dem Gedenken an die Opfer einer schrecklichen Tragödie“

    „Alles hat seine Grenzen“

    „Diese Halbjournalisten haben einfach kein Gewissen. Schließen sie sich der Kampagne #JeNeSuisPasCharlie an! Wir treten gegen eine derartige „Pressefreiheit“ auf!

    „Ich fühlte aus tiefstem Herzen Mitgefühl mit den Journalisten, die in Paris umkamen, jetzt kann ich nur sagen #JeNeSuisPasCharlie”.

    Themen:
    A321-Absturz über Sinai (104)

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    Tags:
    A-321, Charlie Hebdo, Sinai-Halbinsel