01:18 28 September 2020
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    Der radioaktive See Karatschai bei Tscheljabinsk am Ural soll bald Geschichte werden. Wie die "Rossijskaja Gaseta" am Samstag berichtete, bekommt das als einer der gefährlichsten Seen der Welt geltende Gewässer demnächst einen Betonmantel.

    Karatschai mit einer Fläche von 0,13 Quadratkilometern wird seit 1951 als Endlager für flüssige radioaktive Abfälle des Chemiekombinats Majak genutzt, größtenteils Cäsium-137 und Stronzium-90 mit Gesamtradioaktivität von rund 120 Millionen Curie. Der See wurde seit 1986 schrittweise mit Gestein zugeschüttet.

    Dem Blatt zufolge wurde der Seegrund mit Spezialbeton abgedichtet. Die Konservierungsarbeiten dürften noch in diesem November zu Ende gehen, wenn die Seeoberfläche unter dem Betonmantel verschwindet. Auf dem Mantel werden dann mehrere hydroisolierende Schichten aus Spezialstoff aufgetragen und später Bäume eingepflanzt. Atomexperten garantieren die Unversehrtheit des unterirdischen Reservoirs mit verseuchtem Wasser, unter welchen Umständen auch immer.

    Es handelt sich um die erste Operation dieser Art in der Welt. Nach Angaben des Majak-Cheftechnologen Juri Mokrow wird das Objekt im Laufe mehrerer Jahre beobachtet.

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