06:53 29 September 2020
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    A321-Absturz über Sinai (104)
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    Die vom britischen Geheimdienst abgefangenen Gespräche islamistischer Terroristen, die angeblich mit dem Absturz des russischen Airbus A321 in Zusammenhang stehen, weisen einen starken britischen Akzent auf, berichtet The Daily Telegraph.

    Es häufen sich die Berichte darüber, dass die russische Passagiermaschine A321 über dem Sinai womöglich durch einen Terroranschlag zum Absturz gebracht wurde – das belegten Gespräche von Terroristen, die angeblich zuvor von britischen Sicherheitsdiensten abgefangen worden seien. Auch Großbritanniens Premierminister David Cameron hatte in der vergangenen Woche geäußert, es sehe „mit zunehmender Wahrscheinlichkeit" danach aus, dass Terroristen eine Bombe an Bord geschmuggelt hätten.

    „Es gibt nun Berichte darüber, dass zumindest ein Teil der Gespräche der Dschihadisten, die von britischen Geheimdiensten im Zusammenhang mit der Katastrophe aufgenommen worden sind und die Downing Street nun zu davon überzeugten, dass es sich hier um ein Terroranschlag handelt, mit britischem Akzent geführt worden ist", schreibt die Zeitung unter Berufung auf interne Quellen.

    „Wir sind noch nicht in der Lage, eine unabhängige Überprüfung dieser Berichte durchzuführen und es wäre wahrscheinlich noch zu früh zu behaupten, dass die Terroristen ausgerechnet Briten waren, aber wenn es tatsächlich am Ende doch der Wahrheit entsprechen sollte, so werden diese Nachrichten das Problem von Terrormilizen aus Großbritannien, die sich dem Islamischen Staat anschließen noch stärker verschärfen“,  betont The Daily Telegraph.

    Wie es am Donnerstag im britischen Außenministerium hieß, spräche alles dafür, dass eine vom sogenannten Islamischen Staat kontrollierte Gruppe das Unglück des russischen Flugzeugs in Ägypten organisiert hätte. Einen Tag zuvor hatte die britische Regierung die Vermutung geäußert, dass die Katastrophe durch die Explosion einer Bombe verursacht worden sein könnte.

    London und Washington beteiligen sich selbst nicht an der Untersuchung des Flugzeugabsturzes, die Fachleute aus Russland, Frankreich, Deutschland, Irland und Ägypten durchführen. Die ägyptischen und russischen Behörden haben bisher jegliche Spekulationen über einen Terroranschlag an Bord des Passagierflugzeugs als unbegründet zurückgewiesen.

    Der Airbus A321 der Fluggesellschaft Kogalymavia, der von Scharm el Scheich nach St. Petersburg unterwegs war, stürzte am vergangenen Samstag über der Sinai-Halbinsel ab. Niemand der 224 Passagiere und Personal überlebte.

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    A-321, Ashton Carter, Großbritannien, Russland