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    Graffiti in Leipzig, Januar 2015

    Pegida- und Anti-Pegida-Demo an bayerischer Grenze zu Tschechien

    © AP Photo / Markus Schreiber
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    An der deutsch-tschechischen Grenze in Schirnding (Landkreis Wunsiedel) haben am Sonntag Pegida-Anhänger und Gegner demonstriert.

    Zuvor hatte die Pegida eine Versammlung unter dem Motto „Wir helfen beim Grenzbau“ angemeldet. Geplant war eine Menschenkette entlang der Bundesstraße B303 zur tschechischen Grenze. „Hand in Hand für unser Land“, hieß es in einem Facebook-Aufruf. „Als Zeichen an die Politik, dass wir Grenzkontrollen und eine sichtbare Grenze zurück haben wollen.“

    Nochmal zur Erinnerung für morgen!Bringt bitte Taschenlampen mit, es könnte abenteuerlich werden. :-)☆ ☆ ☆INFO☆ ☆ ☆…

    Posted by PEGIDA on Samstag, 7. November 2015

    Eine ähnliche Kundgebung hatte es Anfang Oktober im sächsischen Sebnitz gegeben. Dort hatten rund 2.500 Menschen eine "lebende Grenze" gebildet.

    Diesmal waren laut Polizei 290 Pegida-Anhänger gekommen, auch Teilnehmer aus Tschechien.

     

    Ein zivilgesellschaftliches Bündnis aus Parteien, Initiativen und Gewerkschaften trat unter dem Motto "Grenzenlos glücklich" gegen die flüchtlingsfeindliche Veranstaltung entgegen. Die Polizei schätzte die Zahl auf etwa 1.200 Teilnehmer, berichtet „Nordbayerischer Kurier“.

    Die Bürgermeisterin des Marktes Schirnding, Karin Fleischer, und der Vorsitzende der SPD Unterbezirk Hochfranken, Jörg Nürnberger, führten unter dem Leitsatz „Grenzenlos glücklich – für eine offene Grenze zwischen Deutschland und Tschechien“ eine gemeinsame Versammlung durch, so das Blatt. Als prominenter Unterstützer des parteiübergreifenden Bündnisses kam der frühere tschechische Außenminister Karel Schwarzenberg.

    Beide Veranstaltungen waren um 14 Uhr mit einer Auftaktkundgebung in Schirnding gestartet und verliefen nach Polizeiangaben friedlich, die Gruppen trafen nicht aufeinander.

    Während die Gegen-Demonstranten vom Rathaus aus ihren Aufzug durchführten, startete die Pegida-Versammlung mit 290 Teilnehmern in der Nähe des Bauhofs zu der etwa zweieinhalb Kilometer entfernten Grenze nach Tschechien. An den jeweiligen Ausgangspunkten der Versammlungen fanden schließlich auch die geplanten Schlusskundgebungen mit mehreren Redebeiträgen statt. Relativ zeitgleich, gegen 16.30 Uhr, beendeten die Versammlungsleiter die Kundgebungen.

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