17:40 16 Dezember 2017
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    Migranten in Norwegen: Behörden planen Verhärtung der Politik der Asylgewährung

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    Die norwegischen Behörden wollen die Höhe der Beihilfe für Asylbewerber kürzen und die Regeln für Neuankömmlinge verhärten, heißt es auf der Internet-Seite Norwegens in Russland unter Berufung auf das norwegische Ministerium für Justiz und öffentliche Sicherheit. Migranten, denen keine Gefahr drohe, würden zudem gezwungen, das Land zu verlassen.

    „Die Regierung will die Höhe der Beihilfe für Asylbewerber kürzen und die Regeln der Asylgewährung und der Familienzusammenführung für Flüchtlinge verhärten“, sagte der norwegische Minister für Justiz und öffentliche Sicherheit, Anders Anundsen. Des Weiteren plant die Regierung, die Aufenthaltsfrist, die notwendig ist, um eine unbefristete Aufenthaltserlaubnis zu bekommen, zu verlängern.

    Der Migrantenstrom nach Norwegen, unter anderem via Russland, wächst mit jedem Tag. Die norwegischen Behörden rechnen bis zum Jahresende mit bis zu 40.000 Flüchtlingen. Vor diesem Hintergrund zieht nun das Land die Verhärtung der Regeln für Neuankömmlinge in Erwägung, denn viele kommen in das Königreich einfach „mit einem gemeinsamen Menschenstrom“ in der Hoffnung auf ein besseres Leben.

    Den Angaben des Ministeriums zufolge müssen Migranten, deren Asylantrag abgelehnt ist, in ihr Heimatland zurückkehren. Wenn diese Asylbewerber Norwegen nicht freiwillig verlassen würden, würden sie gezwungen, dies zu tun.

    „Die Prüfung von Anträgen, deren Ablehnung höchstwahrscheinlich ist, wird schnell erfolgen“, hieß es aus dem Ministerium.

    Syrische Migranten
    © REUTERS/ Yannis Behrakis
    Asylanträge von Flüchtlingen, die aus sicheren Gebieten Afghanistans kämen oder die bereits eine Aufenthaltsgenehmigung in einem anderen Land bekommen hätten, würden abgelehnt. „Diese Personen werden deportiert. Menschen aus Gebieten, die nicht als sicher gelten, können in andere Regionen in Afghanistan verschickt werden“, sagte man im Ministerium und betonte, dass in den Jahren 2014-2015 bereits 500 Migranten nach Afghanistan deportiert wurden.

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    Tags:
    Migranten, Migrationspolitik, Flüchtlingsproblem, Anders Anundsen, Russland, Norwegen
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