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    Russisches Oberhaus: Krim statt Türkei oder Tunesien

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    Mitglieder des russischen Föderationsrats unterstützen den Vorschlag, den Flugverkehr aus Russland auch in die Türkei und nach Tunesien einzustellen. Als Alternative schlagen sie russische Urlaubsorte vor.

    Russland hatte am 6. November den Flugverkehr nach Ägypten auf bislang unbestimmte Zeit ausgesetzt, solange die Ursache für die Katastrophe des Airbus A321 mit 224 Opfern über dem Sinai nicht geklärt ist. Im Auftrag des russischen Präsidenten soll die Rückführung der noch in Ägypten verbliebenen russischen Touristen sichergestellt werden.

    Mehr zum Thema: A321-Absturz über Sinai

    Früheren Medienberichten zufolge sei ein mögliches Flugverbot auch in andere potentiell gefährliche Länder in einer Beratung unter Leitung von Premierminister Dmitri Medwedew erörtert worden. Insbesondere Abgeordnete der Kommunistischen Partei seien mit dem entsprechenden Vorschlag aufgetreten.

    „Die Türkei und Tunesien bleiben einige der wenigen solcher Urlaubsorte. Die aktuelle Sicherheitslage aber lässt sowohl in der Türkei, als auch in Tunesien, gelinde gesagt, zu wünschen übrig“, äußerte das Mitglied des Föderationsrates für internationale Angelegenheiten, Igor Morosow, gegenüber RIA Novosti.

    Morosow zufolge häuften sich in diesen Ländern Terroranschläge, die sich vor allem gegen Touristen aus Europa richten.

    „Die Hauptaufgabe der russischen Regierung ist es, nach der Einstellung des Flugverkehrs in die Türkei und nach Tunesien die Regierungen dieser Länder dazu aufzufordern, sich ernsthaft mit der Sicherheit in Flughäfen, Hotels sowie den wichtigsten Sehenswürdigkeit auseinanderzusetzen“, so der Senator weiter.

    Morosow unterstrich, dass sich derzeit „kaum jemand“ in diesen Ländern mit Sicherheitsfragen beschäftigt. „Wir konnten uns bereits von einer schrecklichen Sicherheitslage in den ägyptischen Flughäfen in Kairo, Alexandria und Scharm el-Scheich überzeugen. Russland soll in erster Linie die Sicherheit der eigenen Bürger gewährleisten und nicht die Budgets dieser Länder auffüllen“, sagte Morosow.

    Gleichzeitig mit der Einstellung des Flugverkehrs in diese Länder soll Russlands Regierung zusammen mit Reiseveranstaltern Ersatz für diese Urlauberorte schaffen.

    „In dieser Situation vor dem Hintergrund der Krise ist es notwendig, die touristische Infrastruktur auf der Krim und im Kaukasus auszubauen. Die Regierung hat jetzt eine reale Chance, inländische Kurorte begehrt zu machen, sie dürfen diese nicht verpassen“, schloss Morosow.

    Dazu müssten inländische Flüge jedoch von der Regierung subventioniert werden, damit Einwohner Sibiriens und des Fernen Ostens für eine Reise an die Schwarze Meer nicht viel mehr bezahlen als für Reisen nach China, Japan oder die USA.

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    Tags:
    Urlaub, A321-Absturz, Föderationsrat, Igor Morosow, Kaukasus, Tunesien, Ägypten, Türkei, Krim