16:01 22 Februar 2018
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    Soldatenfriedhof im Dorf Sologubowka

    Volkstrauertag: Deutsche und Russen gedenken der Kriegstoten im Leningrader Gebiet

    © Sputnik/ Vadim Zhernov
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    Am Sonntag sind im Gebiet Leningrad Gedenkveranstaltungen zum deutschen Volkstrauertag abgehalten worden. Vertreter der lokalen Behörden und die deutsche Generalkonsulin legten auf den Sinjawino-Höhen bei St. Petersburg und auf dem deutschen Soldatenfriedhof im Dorf Sologubowka Kränze nieder.

    Dies teilten die Pressedienste des Gouverneurs und der regionalen Verwaltung mit.

    Am Sonntag hat Deutschland den Volkstrauertag begangen. An diesem Tag wird der Opfer des Ersten und Zweiten Weltkrieges gedacht. Die Gedenkveranstaltung im Gebiet Leningrad wurde mit Unterstützung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. organisiert.

    Die deutsche Generalkonsulin Heike Peitsch hielt eine Trauerrede im Beisein des Vorsitzenden des Ausschusses für Auswärtiges des Gebietes Leningrad, Andrej Minin. Die Diplomatin erinnerte zugleich an die Opfer des Flugzeugabsturzes in Ägypten und die Terroranschläge in Paris. Sie bedankte sich bei der deutschen Kriegsgräberfürsorge für die Arbeiten auf dem Friedhof und bei der russischen Seite für den pietätvollen Umgang mit den Gräbern der Gefallenen.

    Peitsch unterstrich, dass die Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. nach 1990 in Osteuropa die Möglichkeit erhalten habe, sich um die Kriegsgefallenen zu kümmern und ihnen eine Ruhestätte wie diese zu ermöglichen. Im August waren die Überreste von 37 vor kurzem entdeckten deutschen Soldaten beerdigt worden.

    Soldatenfriedhof im Dorf Sologubowka
    Soldatenfriedhof im Dorf Sologubowka

    1992 hatten Russland und Deutschland sich darauf verständigt, nach den Überresten von während des Großen Vaterländischen Krieges gefallenen Soldaten auf russischem Territorium zu suchen und diese zu bergen. In der Folgezeit wuchs die Zahl der deutschen Soldatenfriedhöfe. Die Deutsche Kriegsgräberfürsorge hatte diese Aufgabe übernommen. Der Volksbund ist für mehr als 800 Grabstätten in 43 Ländern zuständig.

    Seit 1992 sind 22 deutsche Friedhöfe wie der in Sologubowka eingerichtet bzw. wiederhergestellt worden. Auf dem Friedhof sind mehr als 54.000 Menschen begraben. Bis dato sind die Namen und Daten von mehr als 35.000 Soldaten auf Granitsäulen verewigt. Auch die dortige Mariä-Himmelfahrt-Kathedrale wurde wiederaufgebaut. In ihr befindet sich heute ein Archiv mit Dokumenten von in Russland gefallenen deutschen Soldaten. Die Kathedrale wurde aus Geldern restauriert, die deutsche Bürger zur Versöhnung der beiden Völker gesammelt hatten.

    Tags:
    Sologubowka, Deutschland, Russland
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