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17:38 20 Juli 2019
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    Abflug am Flughafen Scharm al-Scheich

    А321-Absturz: Herrenloser Koffer ungeprüft an Bord gelangt?

    © AP Photo /
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    A321-Absturz über Sinai (104)
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    Ein Mitarbeiter des Flughafens Scharm el-Scheich hat am Landungsfeld kurz vor dem Start des russischen Flugzeuges A321 einen unbekannten Koffer an einen Ladearbeiter übergeben, wie die Agentur Reuters unter Bezug auf ägyptische Sicherheitsbehörden und Flughafenvertreter mitteilt.

    Vorliegenden Angaben zufolge wurde der Scannapparat, der das Gepäck eigentlich überprüft, eine Zeit lang ohne Aufsicht gelassen. 

    Eine namentlich nicht genannte Quelle teilte gegenüber der Agentur mit, dass die Videoaufnahmen der Überwachungskameras dies bestätigen. 

    Wie Reuters unter Berufung auf eine Quelle aus dem ägyptischen Flughafen berichtet, fahnden die Sicherheitskräfte zurzeit nach zwei Flughafenmitarbeitern, die den Scannapparat ohne Aufsicht gelassen hätten.     

    Die Ermittler verhörten bereits alle Flughafenmitarbeiter, die bei der Betreuung des russischen Fluges eingesetzt worden waren. Die entsprechenden Dienste prüfen zurzeit die Videoaufnahmen.  

    Zuvor hatte die Agentur Reuters unter Bezug auf eine Quelle aus ägyptischen Sicherheitskreisen von der Festnahme von zwei Flughafenmitarbeitern in Scharm el-Scheich berichtet. Die beiden stünden unter Verdacht, beim Platzieren einer Bombe an Bord des russischen Flugzeuges A321, das über dem Sinai verunglückte, beteiligt gewesen zu sein.

    Später dementierten das ägyptische Ministerium für zivile Luftfahrt und das  Innenministerium die Festnahme von Flughafenmitarbeitern.

    Vorher hatten russische Geheimdienste eine Belohnung in Höhe von 50 Millionen US-Dollar für Informationen über die Beteiligten am Anschlag auf die russische Passagiermaschine ausgesetzt.

    Der Airbus A321 der russischen Fluggesellschaft Kogalymavia (MetroJet), der von Scharm el-Scheich nach St. Petersburg unterwegs war, war am 31. Oktober kurz nach dem Start über der Sinai-Halbinsel abgestürzt. Keiner der 224 Insassen überlebte.

    Wie der Direktor des russischen Geheimdienstes FSB, Alexander Bortnikow, am Dienstag sagte, geht man nun von einem Terroranschlag aus, da bei der Untersuchung von persönlichen Dingen der Insassen und Bruchteilen des Airbus A321 Spuren von Sprengstoff ausländischer Produktion entdeckt wurden.  

     

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    A321-Absturz, Inlandsgeheimdienst der Russischen Föderation (FSB), Reuters, Kogalymavia, Alexander Bortnikow, Ägypten, Russland