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    Drahtzieher von Pariser Terror leimte westliche Geheimdienste

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    Terrorgefahr in Europa (2016) (232)
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    Dem mutmaßlichen Drahtzieher der Anschläge von Paris, Abdelhamid Abaaoud, war es schon vor den grausamen Ereignissen gelungen, vor der Polizei zu flüchten. Der IS-Terrorist ist kein Unbekannter: Es hatte bereits im Februar ein IS-Propaganda-Interview mit Abdelhamid Abaaoud gegeben.

    Abdelhamid Abaaoud ist Belgier mit marokkanischen Wurzeln und der mutmaßliche Drahtzieher der sieben Terroranschläge in Paris.

    Abaaoud war der Anführer der sogenannten „Dschihadistenzelle aus Vervier”, einer Kleinstadt an der deutsch-belgischen Grenze. Publizist Kurt Nimmo berichtete auf dem Internetportal „Infowars”, dass zwei weitere Mitglieder dieser Terrorgruppierung, Abu-Subair al-Balijki und Abu Khalid al-Balijki, zwei Wochen nach dem Anschlag auf die Redaktion der Satirezeitschrift „Charlie Hebdo" im Januar 2015 in Paris von der belgischen Polizei getötet worden seien.

    Im Februar 2015 hatte das IS-Magazin „Dabik“ ein langes Interview mit Abdelhamid Abaaoud geführt, in dem der Terrorist betonte, nach Belgien gekommen zu sein, um die gegen Muslime kämpfenden „Kreuzzügler” zu „terrorisieren”.

    In dem Interview hatte Abaaoud die europäischen Strafverfolgungsbehörden verhöhnt, weil sie ihn nicht identifizieren konnten. Bei einer Razzia war der Terrorist festgenommen worden. Allerdings sei es den Polizisten nicht gelungen,  ihn auf ihren Fotos als die gesuchte Person auszumachen, so Abaaoud. 

    Die US-Onlinezeitung „International Business Times” publizierte einen Teil des Interviews: „Das zeugt davon, dass kein Gläubiger die überschätzte Macht der Geheimdienste der Kreuzzügler fürchten darf. Mein Name und mein Foto waren in allen Nachrichten zu sehen. Aber ich konnte weiterhin unter ihnen leben, Einsätze gegen sie planen und problemlos fliehen, als es notwendig wurde.”

    Nimmo zufolge stellt sich die Frage, warum die Polizei nicht in der Lage war, den Terroristen an seiner Flucht zu hindern. Entweder sei das wegen der lähmenden Routine und Bürokratie der Ermittlungsbehörden passiert, oder es habe dafür andere, weniger offensichtliche Gründe gegeben, so der Publizist.

    Der Staatsanwalt in Brüssel, Eric van der Sypt, hatte die Meldungen über Abdelhamid Abaaoud als Organisator der Terroranschläge in Paris als „unverbürgte Gerüchte” bezeichnet. 

    Bei den Terroranschlägen am 13. November in Paris waren 129 Menschen ums Leben gekommen.

     

     

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    Anschlag, Abdelhamid Abaaoud, Belgien, Paris