05:50 05 Juni 2020
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    Der Chef des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB, Alexander Bortnikow, sieht die Ursache für die Katastrophe mit dem Verkehrsflugzeug A321 des Flugunternehmens Kogalymavia in der Explosion einer selbst hergestellten Bombe mit einer Sprengkraft von bis zu einem Kilogramm TNT.

    „Es kann mit Sicherheit gesagt werden, dass es sich um einen Terroranschlag handelt“, sagte Bortnikow in einer Beratung zu den Ermittlungsergebnissen zur Flugzeugkatastrophe, die unter Vorsitz des russischen Präsidenten Wladimir Putin im Kreml stattfand.

    Putin betonte, dass die in den Anschlag verwickelten Terroristen an jedem beliebigen Ort in der Welt festgenommen und dann bestraft werden. Hier dürfe es keine Verjährung geben und die Täter müssten mit Namen genannt werden, so der Präsident.

    Wie der Militärkommentator Oberst a.D. Viktor Litowkin dem Radiosender Sputnik sagte, steht noch eine umfangreiche Arbeit bevor. Es komme vor allem darauf an, alle Details des Terroranschlags an Bord des Airbus A321 zu klären.

    Litowkin schloss nicht aus, dass die Bombe, die das Unglück verursacht hat, nicht im Flughafen von Scharm el-Scheich, sondern vorher, in einem Hotel in Gepäck gelegt worden sein könnte. Daher müssten die Hotels von Scharm el-Scheich und selbstverständlich auch der  Sicherheitsdienst des Flughafens untersucht werden, so Litowkin. Ihm zufolge muss ein umfangreiches Ermittlungsverfahren unter Teilnahme  russischer und ägyptischer Fachleute eingeleitet werden.

    Die russischen Geheimdienste haben eine Belohnung von 50 Millionen US-Dollar für Informationen über die in den Anschlag verwickelten Personen ausgesetzt.

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