18:35 05 Dezember 2019
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    Krim: 1,5 Millionen Menschen ohne Strom – Reparaturteams nicht zugelassen

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    Etwa 1,5 Millionen Menschen bleiben am Montag auf der Halbinsel Krim und in Sewastopol noch ohne Stromversorgung, nachdem Hochspannungsleitungsmasten gesprengt worden und die Stromlieferung aus der Ukraine unterbrochen worden sind, berichtet die Agentur RIA Novosti unter Berufung auf eine Quelle der Notfall-Dienste der Region.

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    © RIA Novosti . Konstantin Chalabov
    Dem Gouverneur von Sewastopol, Sergej Menjailo, zufolge könnten beschädigte Leitungen innerhalb von zwei bis drei Tagen repariert werden, wenn Krim-Vertreter zu Ausbesserungsarbeiten zugelassen wären.

    „Im Nachbarland gibt es keine Ordnung. Banditen sprengten Hochspannungsleitungsmasten und lassen Regierungsvertreter und Reparaturbrigaden nicht ein. Das ist eine Anarchie. Wir können das nicht beeinflussen. Jede Regierung hat genug Mittel, um Ordnung zu schaffen und durch die Einleitung von Strafverfahren jegliche Täter zu bestrafen. Wenn das nicht gemacht wird, weist das auf Unfähigkeit der Regierung oder Nachsicht gegenüber den Banditen hin“, sagte Menjailo.

    Teilnehmer der „Energie-Blockade“ der Krim erklärten ihrerseits, dass Reparaturbrigaden zu beschädigten Leitungen nicht zulassen werden, solange nicht alle Häftlinge, die nach dem Vorfall durch die Polizei festgenommen wurden, freigelassen werden.

    „Wir blockieren alle Zugänge. Reparaturarbeiten sind derzeit unmöglich. Solange unsere Aktivisten nicht freigelassen werden, werden wir niemanden hierher lassen“, sagte der Koordinator der Krim-Blockade Lenur Isljamow dem TV-Sender „112 Ukraine“.

    Mit dem Ausfall beschädigter Hochspannungsleitungen ist auf der Halbinsel Krim in der Nacht zum Sonntag bei mehr als zwei Millionen Menschen das Licht ausgegangen.

    „1020 Ortschaften mit mehr als 1,96 Millionen Einwohner auf der Krim und mehr als 390.000 Menschen in Sewastopol blieben ohne Stromversorgung“, hieß es in der Mitteilung des russischen Katastrophenschutzes.

    Weiter heißt es, dass für die Energieversorgung mittels eigenen Heizkraftwerks das Energiesystem der Krim erweitert und 13 mobile Gasturbinenanlagen, Wind- und Solar-Kraftwerke angeschlossen wurden.

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    Ausfall, Strom, Sergej Menjailo, Sewastopol, Krim