01:22 15 Dezember 2017
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    Belgien: Katzen statt Terroristenfratzen

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    Terrorgefahr in Europa (2016) (232)
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    Die belgische Polizei hat die Internetnutzer um Zurückhaltung in den Sozialnetzwerken gebeten: Berichte über Details und Tweets könnten nämlich den Anti-Terror-Einsatz in Brüssel gefährden. Nach der Bitte geschah aber etwas Eigenartiges: Innerhalb von wenigen Minuten begannen die Nutzer massenweise Katzenbilder und –videos zu verbreiten.

    In der vergangenen Nacht hatte die belgische Polizei eine großangelegte Razzia durchgeführt, bei der 16 Menschen vorläufig festgenommen wurden. Bekanntlich sind Terroristen ebenfalls aktive Nutzer von Sozialnetzwerken. Um nun den mutmaßlichen Attentätern keine Informationen zu dem Polizeieinsatz zu liefern, baten die Behörden, keine Einzelheiten zu dem Polizeieinsatz im Internet zu veröffentlichen.

    Nach dieser Bitte wurden die Netzwerke beinahe überflutet: Unter dem Hashtag #BrusselsLockdown verbreiteten die Brüsseler Einwohner im Twitter unzählige Bilder und Videos von Katzen in allen erdenklichen Situationen und Formen.

    Diese beispiellose Aktion und die humorvolle Art, mit der Angst fertigzuwerden, stießen auf weltweites Lob und sogar Solidaritätsaktionen. Wie es aber so oft im Netz passiert, hat die Aktion schnell an Popularität gewonnen und sich schließlich in eine Farce verwandelt.

     

     

     

     

     

     

     

     

    Themen:
    Terrorgefahr in Europa (2016) (232)
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    Razzien, Terrorgefahr, Terrorbekämpfung, Twitter, Brüssel, Belgien