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13:49 22 August 2019
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    US-Gefangenenlager Guantanamo

    Grausames Bekenntnis: 13 Jahre Haft in Guantanamo wegen Verwechslung

    © Sputnik / Denis Voroshilov
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    Ein Jemenit sitzt seit Jahren fälschlich im US-Gefangenenlager Guantanamo auf Kuba, weil die Amerikaner seinen Namen offensichtlich mit dem eines al-Qaida-Terroristen verwechselt haben, berichtet Spiegel-Online unter Berufung auf Medienberichte. US-Regierungsvertreter sollen die Verwechslung nun zugegeben haben.

    Seit über 13 Jahren sitze Mustafa al-Aziz al-Shamiri aus dem Jemen im berüchtigten US-Gefangenenlager. Bei dem Häftling handele es sich US-Regierungsvertretern zufolge um einen einfachen islamistischen Kämpfer und nicht, wie zuvor angenommen, um einen Kurier und Ausbilder der Terrororganisation al-Qaida, so die Nachrichtenseite.

    Derzeit werde geprüft, ob er freigelassen werden kann. Einem Pentagon-Bericht zufolge soll der Häftling in Afghanistan gekämpft und Kontakt zu al-Qaida gehabt haben. Doch hätten ihm die US-Sicherheitskräfte eine weit bedeutendere Rolle unterstellt. Bei seiner Festnahmen verwechselten sie ihn offenbar mit einer Person mit ähnlichem Namen, so Spiegel-Online. 

    Im Gefängnis Guantanamo werden derzeit 107 Häftlinge, darunter vermeintliche Al-Qaida-Mitglieder, festgehalten, die bei Anti-Terror-Operationen in Afghanistan und anderen Ländern gefangen genommen worden waren. Das Gefängnis war 2002 nach den Terroranschlägen vom 11. September auf Anlass des damaligen US-Präsidenten George Bush eingerichtet worden.

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    Tags:
    Haft, Guantanamo, Pentagon, Al-Qaida, Kuba, USA