07:58 27 Juni 2019
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    Terroristen können Massenvernichtungswaffen gegen Europäer einsetzen – EU-Bericht

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    Die Terrormiliz Daesh (auch „Islamischer Staat“, IS) will in Europa einen Krieg entfesseln und Massenvernichtungswaffen gegen Europäer anwenden. Das geht aus einem Bericht des Europaparlaments hervor.

    Wie britische Medien unter Bezug auf dieses Dokument berichten, haben IS-Terroristen chemische, biologische, radiologische bzw. nukleare Stoffe zu Terroranschlägen nach Europa gebracht. 

    Laut Medienberichten konnten die Rechtsschutzorgane eine Gruppe von Wissenschaftlern befreien, die Waffen für die Extremisten entwickelt mussten.   

    „Wir haben mit einer sehr gut ausgerüsteten internationalen Terrororganisation zu tun, die zurzeit in Europa aktiv agiert. Sie stellt eine ernstzunehmende Terrorgefahr dar, mit der Europa erstmals in den letzten zehn Jahren konfrontiert wird“, sagte Europol-Chef Rob Wainwright.      

    Laut Experten müssen die Regierungen der EU-Länder und die Europäer selbst alles zur Vorbereitung auf mögliche Terroranschläge tun, obwohl das Risiko der Anwendung von chemischen bzw. biologischen Waffen durch die Extremisten bisher gering sei.    

    Wie es aus dem Bericht weiter hervorgeht, rekrutieren die Terroristen Wissenschaftler aus verschiedenen Ländern, die einen Zugang zu diversen Waffen haben, darunter auch aus dem Irak und Libyen.    

    „Außerdem leben in Europa viele Leute, die mit den Terroristen sympathisieren. Das erhöht das Risiko für die Durchführung von derartigen Angriffen in der EU“, so der EU-Bericht.

    Expertenschätzungen zufolge ist eine Verschärfung der Sicherheitsmaßnahmen, besonders in strategisch wichtigen Objekten, nötig. 

    Von derartigen Schritten der Terroristen hatte laut dem russischen Nachrichtensender „Rossija 24“ Frankreichs Ministerpräsident Manuel Valls direkt nach der blutigen Anschlagsserie in Paris gesprochen. Damals hatte die EU vor eventuellen Terroranschlägen mit chemischen oder biologischen Waffen gewarnt. 

    Der Bericht wurde nach einer Anschlagsserie am 13. November in der französischen Hauptstadt zusammengestellt.  

    Bei Explosionen am Stadion Stade de France, einer Massengeiselnahme in der Konzerthalle Bataclan und Schüssen in Cafés kamen mindestens 130 Menschen ums Leben, mehr als 300 Menschen wurden verletzt. Zu dem größten Terroranschlag in der Geschichte Frankreichs bekannte sich die Terrororganisation Daesh (Islamischer Staat), die weite Gebiete Syriens und des Irak kontrolliert.

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