20:29 29 November 2020
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    Nach dem Vorwurf des Ölschmuggels aus Syrien hat die Türkei ein russisches TV-Kamerateam ausgewiesen. Die Reporter des staatlichen Nachrichtensenders Rossija 1 waren am Montag in der südöstlichen Provinz Hatay unweit der syrischen Grenze aufgehalten worden. Moskau spricht von einem Verstoß gegen die Medienfreiheit.

    Die Reporter seien von Männern in Zivil ohne Angabe der Gründe aufgehalten und auf ein Polizeirevier gebracht worden, teilte das russische Außenministerium mit. Dort sei ihnen mitgeteilt worden, dass sie wegen „Verletzung der für ausländische Journalisten geltenden Regeln“ abgeschoben würden.

    „Ein solcher Umgang mit Medienvertretern ist absolut unannehmbar“, kommentierte das russische Außenministerium. Die Behörde vermutete, dass „Ankara Angst davor hatte, dass die Korrespondenten für die Regierung unbequeme Fakten rechtswidriger Aktivitäten im türkisch-syrischen Grenzgebiet aufdecken".

    Die Türkei ist mit Vorwürfen konfrontiert, mit der im benachbarten Syrien operierenden Terrororganisation Daesh (auch Islamischer Staat, IS) illegale Ölgeschäfte abzuwickeln. Rohöl aus den von Terroristen besetzten syrischen Vorkommen soll über türkisches Territorium ungehindert in Drittländer fließen.

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    Tags:
    Türkei