09:41 10 Dezember 2018
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    Terrormiliz Daesh

    Mexikanischer Drogenboss droht IS mit Rache

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    Terrororganisation Daesh (307)
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    Der mexikanische Drogenboss Joaquín Guzmán Loera, bekannt unter dem Spitznamen „Kleiner“, droht der Terrormiliz Daesh (auch „Islamischer Staat“, IS) mit einer Rache wegen Einmischung in Drogengeschäfte, wie das Internetportal Cartel Blog mitteilt, das mit der Drogenmafia verbunden sein soll.

    Laut dem Portal wurde der Chef des Drogenkartells Sinaloa wütend, nachdem er von der Vernichtung einer Drogenpartie der mexikanischen Verbrecherorganisation durch den Daesh erfahren hatte.        

    In seiner Botschaft an die Islamisten habe der „Kleine“ den Versuch des Daesh, sich in das Geschäft des Sinaloa-Kartells einzumischen, als „groben Fehler“ bezeichnet.

    Der Drogenboss warnte laut dem Portal, dass seine Leute die Terroristen „hart bestrafen werden“, sollten diese sich aus seinen Geschäften nicht heraushalten.   

    Vorerst liegen keine Informationen über einen genauen Ort der Drogenvernichtung vor. Große Kartelle betreiben aber in letzter Zeit ihr Business auch im Nahen Osten. 

    Am 22. Februar 2014 wurde Guzmán in der mexikanischen Küstenstadt Mazatlán in einer gemeinsamen Operation von mexikanischen Marineinfanteristen und der US-amerikanischen Antidrogenbehörde DEA festgenommen. 

    In der Nacht zum 12. Juli 2015 entkam er aus dem mexikanischen Hochsicherheitsgefängnis Altiplano durch einen 1,5 Kilometer langen, 1,7 Meter hohen und 80 Zentimeter breiten Tunnel, der seinen Anfang im Duschbereich von Guzmáns Zelle nahm. Dieser Teil der Zelle war nur unzureichend von Überwachungskameras erfasst, sodass Guzmán die Möglichkeit hatte, ungesehen in einem 50×50 Zentimeter großen Loch im Boden zu verschwinden.

    Mexikanischer Hochsicherheitsgefängnis Altiplano
    © REUTERS / PGR - Attorney General's Office
    Mexikanischer Hochsicherheitsgefängnis Altiplano

    Beim Versuch der Festnahme im Oktober 2015 nahe Cosalá wurde Guzmán offenbar im Gesicht und am Bein verletzt. Er konnte den Sicherheitskräften jedoch gemeinsam mit seinen Leibwächtern entkommen. „Der Kleine“ gehört zu den meistgesuchten Drogenbossen in Mexiko und den Vereinigten Staaten. Nach ihm wird wegen seiner illegalen Tätigkeiten im Drogenhandel weltweit per Interpol gefahndet.

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    Tags:
    Drogenhandel, US-Antidrogenbehörde DEA, Internetportal Cartel Blog, Terrormiliz Daesh, Interpol, Joaquín Guzmán Loera, Naher Osten, Mexiko, USA