16:47 19 September 2020
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    Terrororganisation Daesh (307)
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    Die Lieferungen von Erdöl aus den Regionen, die von der Terrormiliz Daesh (auch Islamischer Staat oder IS) kontrolliert werden, in die Türkei erfolgen nicht direkt, sondern über ein ganzes Netz von Vermittlern, wie der verantwortliche Sekretär der Gewerkschaft der Ölförderarbeiter der Türkei, Mustafa Tekik, der Agentur Sputnik sagte.

    „Bekanntlich wird dieses Öl unter Vermittlung von Unternehmern bzw. Tradern in einige Länder Europas verkauft“, so Tekik. Er glaube nicht, dass der Staat oder TUPRAS (das größte Ölraffinerieunternehmen der Türkei – Anm. d. Red.) so leichtsinnig handelten, dass sie vor aller Augen Öl von Daesh kauften und verarbeiteten, so der Gewerkschafter. Ihm zufolge läuft dieser Prozess höchstwahrscheinlich unter Vermittlung etlicher Unternehmer ab.

    Nach Schätzung des Experten werden täglich 100.000 bis 150.000 Barrel Erdöl von Daesh in die Türkei gebracht.

    „Wir sind der Meinung, dass der größte Teil des Öls in Speicheranlagen in Iskenderun und Mersin gelagert wird. Weitere Mengen von Öl werden vermutlich ebenfalls unter Vermittlung von Handelsunternehmern in etliche Länder – von Großbritannien bis Italien – transportiert“, so Tekik.

    Das russische Verteidigungsministerium hatte Anfang Dezember materielle Beweise, und zwar Satellitenaufnahmen vorgestellt, die Tanklaster zeigen, die aus einer vom Daesh besetzten Region in die Türkei unterwegs sind.

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    Tags:
    Öl, Terrormiliz Daesh, Großbritannien, Türkei