14:12 28 Februar 2020
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    Der russische Vizeregierungschef Dmitri Rogosin hat die Absicht des US-Kongresses kommentiert, das Importverbot für russische Raketentriebwerke RD-180 außer Kraft zu setzen.

    ​„Auf der Welt hat bislang niemand etwas Besseres entwickelt“, schrieb der Minister in seinem Twitter-Account als Reaktion auf diese Nachricht.

    Zuvor war berichtet worden, dass der Entwurf zum Haushalt 2016, der diese Woche vom US-Kongress gebilligt werden soll, das Importverbot für russische Raketentriebwerke RD-180 vorübergehend außer Kraft setzen wird.

    Der Gesetzentwurf, über den die beiden Kongressparteien abgestimmt haben, erlaubt dem Pentagon, Verträge für den Start von Satelliten „unabhängig vom Herkunftsland der Raketentriebwerke“ zu schließen. Diese Regelung setzt alle entsprechenden vorläufigen Gesetze außer Kraft.

    Das Unternehmen United Launch Alliance, ein Joint Venture von Boeing und Lockheed Martin, das Triebwerke vom Typ RD-180 auf seinen Trägerraketen installiert, kann damit wieder mit dem Unternehmen SpaceX in Konkurrenz treten. Wegen des Einfuhrverbotes russischer Raketentriebwerke gab es auf dem amerikanischen Markt keine realen Konkurrenten für die Triebwerke Falcon 9, die SpaceX als Pendant zu RD-180 entwickelt hatte.

    Wegen der politischen Spannungen mit Moskau stellte der US-Kongress im vergangenen Jahr Finanzmittel zur Entwicklung eines Pendants für russische Raketentriebwerke für Raketenträger bereit. ULA ist bis 2019 mit russischen Triebwerken RD-180 versorgt, danach sollen US-Analoga konzipiert werden.

    Der Kongress änderte seine Einstellung etwa einen Monat, nachdem United Launch Alliance sich geweigert hatte, an der Ausschreibung für den Start eines GPS-Satelliten im Jahr 2018 teilzunehmen.

    Die Triebwerke RD-180 werden vom Unternehmen Energomasch bei Moskau hergestellt. Die Aggregate werden insbesondere auf amerikanischen schweren Trägerraketen Atlas V installiert, die von ULA (United Launch Alliance) gebaut werden.

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    Raketentriebwerk RD-180, US-Kongress, Dmitri Rogosin, USA, Russland