03:34 30 Oktober 2020
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    In den USA steht ein neuer Prozess gegen den „weißen“ Polizisten William Porter wegen der Tötung des Afroamerikaners Freddie Gray bevor, welcher Massenausschreitungen provoziert hatte, teilt die Agentur ABC unter Berufung auf eine Gerichtsentscheidung mit.

    Der erste Prozess gegen Porter endete mit einem Misserfolg, da die Geschworenen kein einheitliches Urteil treffen konnten. 

    Porter ist erneut wegen Mord, Überfall, unterlassener Hilfeleistung und Verstoß gegen die Dienstvorschriften angeklagt. Der neue Prozess soll am 13. Juni 2016 beginnen. Gegen fünf weitere Polizisten, die ebenfalls angeklagt sind, Gray getötet zu haben, beginnen die Gerichtsverhandlungen bereits im Januar.

    Der Afroamerikaner Freddie Gray starb am 19. April dieses Jahres kurz nach seiner Festnahme durch die Polizei, bei der man ihm das Genick gebrochen hatte.

    Grays Tod provozierte Massenausschreitungen in Baltimore, zu deren Unterdrückung musste die US-Nationalgarde eingesetzt werden. Des Mordes an Gray wurden insgesamt sechs Polizisten beschuldigt, darunter drei Weiße und drei Afroamerikaner. Der Fall Gray erhielt die größte Resonanz unter ähnlichen Fällen, bei denen junge Afrikaner durch Polizisten den Tod fanden. Die Fälle lösten Ausschreitungen, Proteste und eine intensive Diskussion in der amerikanischen Gesellschaft über Rassenvorurteile und übermäßige Polizeigewalt aus.

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    Tags:
    William Porter, Freddie Gray, Baltimore, USA