13:46 18 Februar 2020
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    In ihrer Antwort auf eine schriftliche Anfrage des Radiosenders „Goworit Moskwa“ haben Beamte im schweizerischen Justizministerium eine Auslieferung von Michail Chodorkowski an Russland nicht ausgeschlossen.

    Zwar handle es sich um vertrauliche Informationen, jedoch sei die Auslieferung laut dem Europäischen Auslieferungsvertrag möglich, hieß es. Allerdings wäre gemäß einem Beschluss des Bundesgerichtshofs die Auslieferung nur möglich, wenn die russischen Behörden die Erfüllung von Grundrechten garantieren würden.

    Die Schweizer Bundesjustizverwaltung würde eine Festnahme von Chodorkowski nur auf einen schriftlichen Auslieferungsantrag hin in Betracht ziehen, heißt es weiter.

    Am 27. März 2014 hatte Michail Chodorkowski eine Aufenthaltsgenehmigung für die Schweiz erhalten. Oft fliegt er auch nach London.

    Zuvor war berichtet worden, dass der einstige Yukos-Chef Michail Chodorkowski zur internationalen Fahndung ausgeschrieben worden sei. Ihm wird Planung eines Mordes und versuchter Mord an mehr als zwei Personen vorgeworfen.

    Laut der russischen Ermittlungsbehörde hat Chodorkowski in den 1990er Jahren seine Unterstellten Leonid Newslin und Alexej Pitschugin sowie andere Personen mit dem Mord am Bürgermeister von Neftejugansk und dem Unternehmer Jewgeni Rybin beauftragt.

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    Tags:
    Michail Chodorkowski, Russland, Schweiz