14:59 18 November 2017
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    Bundeskanzlerin Angela Merkel, Russlands Präsident Wladimir Putin und Großbritanniens Premier David Cameron (Archivbild)

    Kreml reagiert gelassen auf Merkels Datenlieferung an London

    © REUTERS/ Alexander Zemlianichenko
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    Der Meinungsaustausch über aktuelle Themen der internationalen Tagesordnung ist „durchaus normal“, sagte der Pressesprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, über Merkels Londonbesuch und den Austausch der Daten mit britischen Sicherheitsdiensten.

    Früher hatte die britische Zeitung The Times mitgeteilt, dass sich die Bundeskanzlerin während ihres Besuches im Oktober dieses Jahres in Anwesenheit des Premierministers Cameron auf dessen offiziellem Landsitz in Chequers bei London mit Direktoren der britischen Sicherheitsbehörden traf.

    Die Briten sollen die Kanzlerin über die Gefahren von Seiten des Daesh (auch „Islamischer Staat“, IS) informiert, Merkel ihrerseits soll den Direktoren von MI5, Mi6 und GCHD Informationen über den russischen Präsidenten Wladimir Putin, die Unruhen in der Ukraine und die Situation auf der Krim weitergegeben haben, so The Times.

    Als Antwort auf die Frage, ob der Kreml darüber im Bilde war, sagte Peskow gegenüber Journalisten: „Nein, das wussten wir nicht“.

    „Andererseits ist der Meinungsaustausch über die wichtigsten Themen der internationalen Tagesordnung – und dazu gehören Russland, die Beziehungen zwischen Russland und der EU, sowie der internationale Kampf gegen den Terrorismus – durchaus normal. Meinungsaustausch muss sein. Das ist eine gängige Praxis bei internationalen Angelegenheiten“, fügte Peskow hinzu.

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    Tags:
    Sicherheit, David Cameron, Dmitri Peskow, Angela Merkel, Wladimir Putin, Großbritannien, Deutschland, Russland
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