22:40 19 November 2017
SNA Radio
    Migranten in Schweden

    Umfrage: Schweden sehen Flüchtlinge jetzt mit anderen Augen

    © REUTERS/ Ints Kalnins
    Panorama
    Zum Kurzlink
    Migrationsproblem in Europa (1281)
    93868831311

    55 Prozent der Bürger Schwedens sind der Ansicht, das Land sollte in Zukunft weniger Flüchtlinge aufnehmen, meldet AFP mit Verweis auf eine Studie des Instituts für Marketing- und soziologische Studien Ipsos.

    Damit ist die Zahl der Befürworter einer Einschränkung des Flüchtlingszustroms seit September um 25 Prozent gestiegen.
    19 Prozent der Umfrageteilnehmer sprachen sich für die Aufnahme von mehr Geflüchteten in Schweden aus. Im September waren es  noch 44 Prozent gewesen.

    „Die Schweden sind recht gutmütig, wenn es um die Aufnahme von Flüchtlingen geht, allerdings nur unter bestimmten Bedingungen. Wir denken, der Meinungswandel ins Gegenteil ist das Ergebnis der Probleme bei der Flüchtlingsaufnahme und der Fragen nach den langfristigen Folgen der Krise für Schweden“, wird der Ipsos-Analytiker Nicklas Kallebring von AFP zitiert.

    Schweden habe bei einer Bevölkerung von 9,8 Millionen Menschen etwa 160.000 Migranten aufgenommen, die nun Asyl beanspruchen.

    Nach jüngsten Angaben der Agentur für Zusammenarbeit an den EU-Außengrenzen, Frontex, sind in den ersten zehn Monaten des laufenden Jahres etwa 1,2 Millionen Migranten auf dem Territorium der EU-Mitgliedsstaaten eingetroffen. Die EU-Kommission erklärte, bei der gegenwärtigen Migrationskrise handele es sich um die größte seit dem Zweiten Weltkrieg.

    Die Umfrage fand im Zeitraum vom 3. bis 14. Dezember statt. Es beteiligten sich 1.231 Bürger.

    Themen:
    Migrationsproblem in Europa (1281)

    Zum Thema:

    Von Schweden enttäuscht: Flüchtlinge ziehen Asylanträge zurück
    Schweden: Radikale Maßnahmen gegen radikale Muslime
    Schweden an Flüchtlinge: Bleibt besser in Deutschland
    Flüchtlingsstrom reisst nicht ab – Hilferuf aus Schweden
    Tags:
    Migranten, Umfrage, Frontex, Schweden
    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren