02:40 07 Dezember 2019
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    Blackout und Office vor Aus? Krim will „feindliche“ Wörter verbannen

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    Der Parlamentschef der russischen Schwarzmeerhalbinsel Krim hat vorgeschlagen, aus westlichen Sprachen stammende Lehnwörter aus dem Gebrauch zu verbannen.

    „Es muss nicht Blackout, sondern Energieblockade heißen“, sagte Konstantinow am Freitag zu Journalisten. Auch die aus dem Englischen entlehnten „Coffee Break“ für Kaffeepause und „Office“ für Büro sollten als „feindliche Wörter“ verbannt werden.

    „Blackout“ ist auf der Krim zu einem Schlagwort geworden, nachdem die Ukraine die Halbinsel von der Stromversorgung abgeschnitten hatte. Im November waren in der benachbarten Ukraine Versorgungsleitungen gesprengt worden, wodurch die Stromversorgung für etwa 1,5 Millionen Menschen auf der Krim abbrach. Die Behörden der Halbinsel riefen den Notstand aus. Jetzt werden Stromleitungen von der Taman-Halbinsel (Russland) zur Krim gebaut, um die Insel von der Versorgung aus der Ukraine unabhängig zu machen.

    Die westlichen Staaten hatten 2014 die Krim mit Sanktionen bestraft, nachdem die Einwohner der Halbinsel bei einem Referendum für eine Abtrennung von der Ukraine und eine Wiedervereinigung mit Russland gestimmt hatten. Anlass für das Referendum war ein nationalistischer Umsturz in der ukrainischen Hauptstadt Kiew gewesen.

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