22:40 19 November 2017
SNA Radio
    Bild-Zeitung

    Das Jahr des deutschen Russland-Bashings: Die FAZ an der Spitze

    © Flickr/ daniel zimmel
    Panorama
    Zum Kurzlink
    791102026713

    Wieder einmal hat Sputnik die westliche Berichterstattung über Russland unter die Lupe genommen, diesmal in einer Jahresbilanz. Die deutschen Medien sind ganz oben in der Liste der Russland-Basher gelandet. Der absolute "Sieger" dabei ist die FAZ.

    „Putins Gotteskrieger", „Geplagt von Skandalen und Korruption", „Albtraum Russland", „Putin – der Überrusse": Deutschland ist der Superstar – zumindest was düstere Schlagzeilen zum Thema Russland betrifft.

    Der größere Teil der EU-Staaten sowie die USA neigen eher zu einer negativen Berichterstattung, wenn es um Russland geht. Ganz vorne liegt ganz und gar nicht überraschend, wie auch in den letzten Sputnik-Studien zum Thema, wieder die Bundesrepublik.

    Im Laufe des Jahres haben deutsche Medien massenhaft den Kreml angegriffen, egal worum es ging – ob Ukraine-Krise oder die russische Militärkampagne gegen die Terrormiliz Daesh (auch „Islamischer Staat“, IS). Auch Putins jährliche Pressekonferenz hat den berüchtigtsten deutschen Medienplattformen wieder einmal als Vorwand gedient, Fakten und Worte zu verdrehen und den russischen Präsidenten im schlechten Licht darzustellen.

    „Das war kein überzeugender Auftritt des russischen Präsidenten. Schon der Auftakt seiner alljährlichen Pressekonferenz zum Jahresende war bezeichnend: Er habe vor zwei Wochen in der Rede zur Lage der Nation eigentlich schon alles gesagt und wisse jetzt gar nichts Neues mehr", so ein Artikel des Deutschlandfunks vom 17. Dezember.

    „Nur Halbstarke lärmen. Macht kommt auf leisen Sohlen. Auf seiner jährlichen Pressekonferenz mimt Putin den Kraftvollen, der er gar nicht ist. Darin liegt die große Gefahr für den Westen", schreibt in einem anderen Artikel, der Putin unter anderem als Autokraten bezeichnet, Die Welt.

    Der Spiegel bezeichnet die Pressekonferenz gar als eine „Show" für Journalisten. Mit den Worten "Putin wütet, Putin behütet" in der Schlagzeile erscheint der Spiegel-Bericht zur Veranstaltung.

    Im Westen nichts Neues, könnte man fast sagen, denn die deutschen Medien toppen nicht zum ersten Mal die Liste der Russland-Basher. Im Jahresdurchschnitt führt Deutschland mit fast 8.000 negativen und gemäßigt negativen Publikationen über Russland das Ranking an.

     

    Berichterstattung zu Russland nach Ländern
    Berichterstattung zu Russland nach Ländern

     

    Die „schönsten" Russland-Berichte kommen dabei von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung: fast 900 negative und gemäßigt negative Publikationen.

     

    Berichterstattung zu Russland nach Medien
    Berichterstattung zu Russland nach Medien

     

    „Gestern Partner, heute Feind: Die jähen Wendungen in der russischen Außenpolitik fordern auch den Machtapparat des Kremls heraus" – ein ganz normaler Anfang für einen FAZ-Artikel zum Thema Su-24-Abschuss, obwohl die eigentliche Wende in den Beziehungen zwischen Moskau und Ankara wohl durch den Abschuss selbst, durch die Türkei nämlich, begonnen hatte.

    Kein Wunder also, dass die FAZ immer einen Platz für Gastbeiträge mit Titeln wie „Russland ist kein Bär, sondern eine Sau, die ihre Jungen auffrisst" frei hat.

    Und wenn schon mal der eine oder andere prominente westliche Politiker, Sportler oder Schauspieler Russlands politische Haltung auf der Weltbühne unterstützt oder diese auch nur ein kleines bisschen nachvollziehen kann, dann ist das gleich ein sogenannter Putin-Versteher, den unter dieser Bezeichnung niemand mehr ernst nehmen darf.

     

    Zum Thema:

    Schöne Bescherung: ZDF liefert Energieriegel für »Lügenpresse«-Rufer
    Und täglich grüßt das Murmeltier: Putin-Bashing bei ZDF und Bild
    Klage gegen ARD stattgegeben: Moskauer Gericht beginnt Prozess wegen Rufschädigung
    ARD: Totschweigen für den Krieg - Der Türke ist lieb: IS-Öl? Welches Öl?
    Tags:
    Medienwelt, Medien, FAZ, Wladimir Putin, Deutschland, Russland
    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren