05:24 22 Juli 2018
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    Vize-Premier Arkadi Dworkowitsch

    Russischer Vize-Premier: Sanktionen gegen Türkei werden erweitert

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    Russische Einschränkungen für die Türkei (60)
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    Russlands Ministerpräsident Dmitri Medwedew hat in einer Regierungssitzung neue Strafmaßnahmen wegen „unfreundschaftlicher Handlungen“ seitens der Türkei angekündigt, sagte der Vize-Premier Arkadi Dworkowitsch am Montag dem TV-Sender „Rossija 24“.

    „Wir glauben, dass eine angemessene Antwort auf die unfreundschaftlichen Handlungen notwendig ist“, so Dworkowitsch.

    „Es wird weitere Maßnahme geben, die noch nicht bekannt sind. Der Regierungschef hat diese angekündigt“, sagte er. Moskau werde diesen Kurs weiter verfolgen. Die Regierung habe dabei nicht vor, die Zusammenarbeit mit der Türkei völlig aufzugeben.

    Die Beziehungen zwischen Moskau und Ankara erleben derzeit eine tiefe Krise, nachdem ein türkischer F-16-Jet am 24. November den russischen Su-24-Bomber abgeschossen hatte, als dieser Stellungen der Terrororganisation Daesh (auch „Islamischer Staat", IS) in Nordsyrien bombardierte. Nach türkischen Angaben habe der russische Bomber den Luftraum der Türkei verletzt. Moskau bestreitet das. Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums ist der Jet ausschließlich und ununterbrochen in syrischem Luftraum geflogen.

    Als Reaktion darauf verhängte Russlands Präsident Wladimir Putin wirtschaftliche Sanktionen gegen die Türkei. Die Gas- und Atomprojekte der beiden Länder wurden dabei aber nicht erwähnt. Später teilte der russische Energieminister Alexander Nowak mit, dass keine Verhandlungen mehr mit der türkischen Seite über das Projekt geführt würden. Das Gasprojekt „Turkish Stream" sei damit vorläufig gestoppt worden.

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    Tags:
    Sanktionen, Arkadi Dworkowitsch, Dmitri Medwedew, Türkei, Russland
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